Coronavirus: die wichtigsten Fragen und Antworten

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus (Quelle: Region Hannover, www.hannover.de/corona)

  • Wie macht sich eine Infektion mit dem neuen Coronavirus bemerkbar?

    Coronaviren lösen Atemwegserkrankungen aus. Gewöhnliche Coronaviren verursachen milde Erkältungszeichen mit Husten und Schnupfen, bestimmte Formen können aber auch schwere Atemwegserkrankungen und Lungenentzündungen auslösen. Die neue Form des Coronavirus geht offenbar teilweise mit einem schweren Verlauf einher. Besonders anfällig sind Patienten und Patientinnen mit einer schweren Grunderkrankung.

    Die Grippe hat ganz ähnliche Symptome. Zurzeit gibt es in der Region Hannover die jährliche Grippewelle, sodass derzeit bei Atemwegsinfekten vor allem an die Grippe gedacht werden sollte.

  • Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

    Ein begründeter Verdacht liegt vor,

    • wenn bei einem Menschen eine akute Atemwegsinfektion klinisch oder radiologisch (durch Röntgen) belegt ist und der Patient Kontakt zu einem bereits infizierten Menschen hatte oder sich in naher Vergangenheit in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) deklarierten Risikogebiet aufgehalten hat.
      Die aktuellen Risikogebiete nennt das RKI auf der Seite https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html 
    • Oder wenn akute Symptome für eine Atemwegserkrankung vorliegen und der Patient bzw. die Patientin bis 14 Tage vor der Erkrankung Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Patienten hatte.
  • Welche Personen sind stark gefährdet, welche nicht?

    Folgende Personen haben nach derzeitigem Wissensstand eine erhöhte Risikogefahr im Falle eines Covid-19-Krankheitsverlaufes

    • Menschen ab dem 50. Lebensjahr aufsteigend
    • Personen, die bereits mit Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atemsystems, der Leber oder der Niere vorgeschädigt sind
    • Personen, die ein geschwächtes Immunsystem haben
    • Personen, die Medikamente nutzen, die die Immunabwehr unterdrücken (z.B. Cortison)

    Folgende Personen haben ausdrücklich KEIN erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

    • Schwangere Frauen sind nicht gefährdeter als nichtschwangere Frauen
    • Kinder haben ebenfalls nach derzeitigem Erkenntnisstand kein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs  
  • Was soll ich tun, wenn ich Kontakt mit einer Person hatte, die Coronavirus-typische Symptome aufweist?

    Hier besteht kein Grund zur Sorge. Das Gesundheitsamt erfasst und überwacht alle bestätigten Coronavirus-Patientinnen und Patienten. Sie werden nach ihren Kontakten befragt, diese werden anschließend vom Gesundheitsamt kontaktiert. Sollte es einen begründeten Verdacht geben, dass Sie als Kontaktperson mit einem bereits infizierten Menschen in Betracht kommen, wird sich das Gesundheitsamt bei Ihnen melden, die weiteren Schritte erläutern und Ihre Situation individuell besprechen. Solange Sie selbst keinerlei Symptome verspüren, keinen engen Kontakt (näher als zwei Meter Distanz) zu einem bereits bestätigen Corona-Patienten oder einer Patientin hatten und nicht aus einem Risikogebiet kommen, gibt es keinerlei Anlass zur Beunruhigung.

  • Ich war mit einer nahestehenden Person eines bestätigten Coronavirusfalls in Kontakt. Muss ich mir nun Sorgen machen?

    Nein. Die Ansteckungsgefahr geht nach derzeitigem Wissensstand ausschließlich von Indexpatientinnen und Patienten, also der tatsächlich erkrankten Person aus. Nahestehende Personen eines Erkrankten oder einer Erkrankten werden zwar durch das Gesundheitsamt erfasst und überwacht, das Risiko sich bei ihnen anzustecken wird vom Robert-Koch-Institut allerdings als praktisch nicht gegeben eingeschätzt.

  • Wer führt den Test durch? Was ist bei einem Verdacht zu tun?

    Wer den Verdacht hat, am Coronavirus erkrankt zu sein, sollte unbedingt seinen Hausarzt oder seine Hausärztin telefonisch informieren, damit sich die Praxis vorbereiten und verhindern kann, dass andere Patienten angesteckt werden. Die Hausarztpraxis führt die erforderliche Diagnostik und Therapie durch und informiert das zuständige Gesundheitsamt.

    Eine eindeutige Diagnose des Coronavirus ist nur über eine Labor-Analyse des Rachenabstrichs des Patienten oder der Patientin möglich. Das Ergebnis der Laboranalyse liegt innerhalb eines Tages vor. Bestätigt sich der Verdacht, leitet das Gesundheitsamt entsprechende Schritte ein. Es kontaktiert den behandelnden Arzt oder Ärztin, ermittelt die Personen, zu denen der betroffene Patient oder die Patientin zuletzt Kontakt hatte, und berät die Betroffenen.

  • Was tue ich, wenn mein Hausarzt sich weigert, mich auf Corona testen zu lassen?

    Zunächst einmal wird ihr Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin überprüft haben, ob Sie als begründeter Verdachtsfall in Frage kommen (siehe Frage: Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus). Sollte nach Anamnese der ärztlichen Fachkraft keiner der Indikatoren auf Sie zutreffen, besteht kein medizinischer Anlass, einen Test-Abstrich durchführen zu lassen. Sollte sich ein Arzt bzw. eine Ärztin trotz Zutreffens der Risiko-Indikatoren nicht dazu bereit erklären, einen Test durchzuführen oder Ihnen konkrete Hilfe anzubieten, wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse bzw. an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. 

  • Was bedeutet es, wenn sich das Gesundheitsamt bei mir meldet?

    Sollte sich das Gesundheitsamt mit Ihnen in Verbindung setzen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Es wird zunächst einmal ermittelt, ob – und wenn ja, wie eng – ein Kontakt mit einem möglichen Coronaviruspatienten vorlag. Das weitere Vorgehen wird individuell eruiert.

  • Was genau bedeutet Quarantäne und wie verhalte ich mich im Fall des Falles?

    Wer unter häusliche Quarantäne gesetzt wird, darf seinen Wohnraum für mindestens 14 Tage nicht verlassen. Eine gemeinsame Nutzung von Räumen mit anderen in derselben Wohngemeinschaft lebenden Menschen sollte vermieden werden, insbesondere ist in dieser Zeit auf enge Körperkontakte zu verzichten. Gegenstände, zu denen die unter Quarantäne stehende Person direkten Kontakt hat – wie etwa Geschirr, Wäsche oder Hygieneartikel – sollten nicht mit Dritten geteilt werden. Auch gute Belüftung des Wohnraumes ist wichtig. Freunde und Angehörige können aber Aufgaben wie Einkäufe für den unter Quarantäne Stehenden oder die unter Quarantäne Stehende übernehmen. Die Einkäufe sollten dann vor der Eingangstür abgestellt werden, so dass ein direkter Kontakt vermieden wird. Das Gesundheitsamt ist mit den Menschen, die sich unter häuslicher Quarantäne befinden, in telefonischem Kontakt. Sie können sich einerseits mit Fragen an das Amt wenden, andererseits überprüft das Gesundheitsamt mit Anrufen, wie es der unter Quarantäne stehenden Person gesundheitlich geht und ob sich diese an die Quarantänevorgaben hält.

  • Was passiert am Ende der Quarantäne?
    • Für Kontaktpersonen, die für 14 Tage unter Quarantäne gestellt wurden und die in diesem Zeitraum keine Symptome gezeigt haben, ist keine Untersuchung nötig.
    • Kontaktpersonen, die während der Quarantäne-Zeit Symptome gezeigt haben, werden nach Abklingen der Symptome einmal getestet. Ist der Test negativ, wird die Quarantäne aufgehoben.
    • Erkrankte werden nach Abklingen der Symptome zweimal getestet. Ist der Test zweimal in Folge negativ, so kann die Quarantäne aufgehoben werden.
  • Können Betroffene nach dem Ende der Quarantäne wieder vor die Tür und zur Arbeit gehen?

    Betroffene können sich ohne jede Einschränkung wieder in der Öffentlichkeit bewegen, wenn die obigen Bedingungen erfüllt sind.

  • Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung schützen?

    Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um eine Tröpfchen- und Schmierinfektion. Daher gelten hier dieselben Regeln wie für die Erkältung und die Grippe:

    1.     Abstand halten,

    2.     regelmäßig Hände waschen und

    3.     beim Husten und Niesen aufpassen, dass die Tröpfchen nicht in der Umgebung verteilt werden.

    Eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus existiert noch nicht auf dem Markt.

  • Was ist mit Personen, die aus einem Risikogebiet zurückkehren?

    Menschen, die aus einem Risikogebiet heimkehren, wird empfohlen, freiwillig für 14 Tage zu Hause zu bleiben. Wie die jeweiligen Voraussetzungen dafür sind, sollte jeder Betroffene und jede Betroffene individuell mit seinem bzw. ihrem Arbeitgeber abklären.

    Für Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und stationären Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe gelten die Vorgaben des Sozialministeriums. Diese besagen, dass Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Risikogebieten vorsorglich unter Quarantäne zu stellen sind.

  • Wer entscheidet, ob Schulen oder Kitas schließen?

    Schließungen aus gesundheitlichen Gründen sind allein nach dem Infektionsschutzgesetz möglich. Das Landessozialministerium kann verbindlich für allen zuständigen Gesundheitsämter in Niedersachsen einen Erlass / eine Weisung erteilen, die diese dann umsetzen müssen. Gibt es keinen Erlass, entscheidet das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Es ist weder Schulleitern, noch Bürgermeistern erlaubt, diese Anordnung zu treffen - die Anordnung, aus gesundheitlichen Gründen zu schließen, kann nur durch die zuständige Gesundheitsbehörde getroffen werden. Sie entscheidet auch über den Umfang der Schließung und etwaige Betreuungsmöglichkeiten, etwa Notfallgruppen. Die Region Hannover sieht sehr klar, dass Betreuungsmöglichkeiten gegeben sein müssen. Aus Sicht der Region Hannover ist möglichst zu vermeiden, dass Kinder von ihren Großeltern betreut werden, da ältere Menschen besonders gefährdet sind im Fall einer Covid-19-Erkrankung. Das würde die Region Hannover – soweit sie entscheidet – berücksichtigen. Selbstverständlich ist es in der Zuständigkeit des Kulturministeriums möglich, die Ferien zu verlängern.

  • Was ist mit Personen, die aus einem Risikogebiet zurückkehren?

    Menschen, die aus einem Risikogebiet heimkehren, wird empfohlen, freiwillig für 14 Tage zu Hause zu bleiben. Wie die jeweiligen Voraussetzungen dafür sind, sollte jeder Betroffene und jede Betroffene individuell mit seinem bzw. ihrem Arbeitgeber abklären.

    Für Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und stationären Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe gelten die Vorgaben des Sozialministeriums. Diese besagen, dass Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Risikogebieten vorsorglich unter Quarantäne zu stellen sind.

  • Was tut das Gesundheitsamt ganz konkret?

    Das Gesundheitsamt hat alle Hausärzte in der Region Hannover über den Umgang mit dem Coronavirus informiert und steht im Austausch mit dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium. Darüber hinaus ist das Gesundheitsamt in engem Kontakt mit den Krankenhäusern in der Region und hat einen klaren Handlungsplan erarbeitet, der mögliche Szenarien abdeckt.

  • Was ist mit Veranstaltungen?

    Alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind auf Weisung des Landes Niedersachsen bis auf Weiteres anzusagen. Wenn Sie Fragen zu Ihren Tickets oder den entsprechenden Veranstaltungen haben, wenden Sie sich bitte an den Veranstalter.

  • Wie kann ich mich weiter informieren?


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