Symbolbild Klassenzimmer

Schule und Kita im Notbetrieb: Was Familien jetzt wissen müssen

Notbetreuungen in allen städtischen Einrichtungen möglich - Alternative Betreuung zu organisieren ist das Gebot der Stunde

Liebe Eltern,

ab Montag, 16. März 2020 schließen die Schulen und Kindertagesstätten in ganz Niedersachsen. Dies stellt vor allem berufstätige Eltern jüngerer Kinder vor erhebliche Probleme. Die Stadtverwaltung arbeitet seit Tagen daran, in sämtlichen städtischen Einrichtungen Notgruppen einzurichten. „In jeder Einrichtung der Stadt werden ab Montag Notgruppen durch Erzieher und Sozialassistenten betreut“, berichtet der Erste Stadtrat Maic Schillack. Auch in den Kitas der freie Träger gibt es ein Notfall-Angebot. 

Wer eine Notbetreuung in Anspruch nehmen will, muss sich direkt mit den Schulen sowie Kitas in Verbindung setzen – dort werden auch die Anmeldeformulare verteilt. Bitte melden Sie Ihr Kind möglichst bis Montagvormittag direkt in der Einrichtung an. Hier finden Sie eine Übersicht aller Kitas. Grundsätzlich gilt,  dass Ihr Kind in der Kommune betreut wird, in der es auch regulär versorgt wird. An den Schulen werden nur Kinder der Jahrgänge eins bis acht aufgenommen. Die Liste aller Schulen im Stadtgebiet finden Sie hier.  Die genauen Betreuungszeiten der Notgruppen variieren und sollen Anfang der Woche festgelegt werden.

Die Notbetreuung ist laut Weisung des Landes Eltern vorbehalten, die in sogenannten „kritischen Infrastrukturen“ berufstätig sind. Dies sind:

    • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
    • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
    • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche
    • Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen
    • Beschäftigte im Bereich der Daseinsvorsorge (insbesondere der Wasser, Strom- und Gasversorgung),
    • Beschäftigte im Bereich der Lebensmittelversorgung (Lebensmittelproduktion und -verarbeitung sowie Lebensmittelhandel
    • Beschäftigte im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation
    • Beschäftigte im Bereich des Finanzwesens (Bargeldversorgung, kartengestützte Zahlungsverkehr, konventioneller Zahlungsverkehr)

    Ausgenommen ist die Betreuung in besonderen Härtefällen (etwa drohende Kündigung, erheblicher Verdienstausfall). Die Anmeldung, Aufnahme und Organisation der Notfallbetreuung wird durch die Schulen und Kitas eigenverantwortlich in Zusammenarbeit mit der Stadt gesteuert.  Möglichst gute Lösungen für die betroffenen Familien zu finden, dies ist das erklärte Ziel. Neustadts Erster Stadtrat Maic Schillack ruft ausdrücklich dazu auf, in diesen schwierigen Tagen Ruhe zu bewahren. Panikmache helfe nicht weiter. Alle Eltern seien gefragt, alternative Betreuung eigenverantwortlich zu organisieren.  

    Für Fragen von Eltern und Schulen stehen die Servicestellen der Niedersächsischen Landesschulbehörde telefonisch sowie per Mail bereit: Regionalabteilung Hannover, Telefon: 0511 106-6000 oder

    In der Stadtverwaltung Neustadt ist das Familienservice-Büro (Tel. 05032-84323) die Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Kinderbetreuung.

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