Jonas Fengler, Betreuung: Marek Konarski, 140 x 110 cm, Graffiti, Fotocollage, Assemblage auf Holz © Design & Kunst Konarski

Kunst am Bahnhof

Am Neustädter Bahnhof werden Pendler, Fahrgäste und Besucher von einer Kunstausstellung der anderen Art begrüßt: In einer Reihe gemalter Bilder werden ihnen die Geschichte der Stadt und der dazugehörenden Ortschaften vorgestellt. Marek Konarski und Anna Niffka-Konarski haben die insgesamt 38 Werke in Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Neustädter Umkreis erarbeitet.

Büren

Jonas Fengler, Betreuung: Marek Konarski, 140 x 110 cm, Graffiti, Fotocollage, Assemblage auf Holz © Design & Kunst Konarski

Büren ist mit knapp 250 Einwohnern ein kleinerer Stadtteil im Norden des Neustädter Landes. Das Bild zeigt die St.-Petri-Kirche. Die kleine Fachwerkkirche wurde um 1770 erbaut und bekam 1924 einen neuen Turm. Im Vordergrund ist der Schulze-Lohnhof-Gedenkstein an der Bürener Straße zu sehen. Dieser erinnert an den Heimatdichter Heinrich Schulze-Lohhof, der hier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Lehrer war.

„In der Auswahlphase habe ich persönlich sehr viel wert drauf gelegt, welche visuell interessanten Bauwerke sich in den Dörfern befinden“, berichtet der Künstler Jonas Fengler. „ Die St.-Petri-Kirche ist mit Ihrem Turm und den großen Farbkontrasten wie dafür gemacht. Das Wappen Bürens war für mich eins der Highlights. Vielen Leuten in Neustadt ist das Wappen bestimmt nicht bekannt, jedoch hat es mir kreative Anstöße gegeben, die perfekt zum Projekt gepasst haben.“

Über die Projektarbeit selbst sagt er: „Für mich persönlich war das eine wunderschöne Erfahrung! Auch wenn es für Marek und Anna mit mir nicht immer leicht war, überwiegen die tollen Ideen, die Stunden im Atelier und die gute Zusammenarbeit, sowie die gegenseitige Unterstützung. […] Ich hoffe, dass die Platten lange am Bahnhof bestehen und nicht durch Vandalismus willkürlich beschädigt, oder zerstört werden“, formuliert er die Bedenken vieler Teilnehmer des Projekts. Der Graffiti-Künstler weist darauf hin, dass es schön sei „seine Spuren zu hinterlassen, das kann man aber auch auf eine andere, viel schönere Art machen“.

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