Mariola Mamerow, Betreuung: Marek Konarski, 100 x 140 cm, Öl, Acryl, Fotocollage, Assemblage auf Holz © Design & Kunst Konarski

Kunst am Bahnhof

Am Neustädter Bahnhof werden Pendler, Fahrgäste und Besucher von einer Kunstausstellung der anderen Art begrüßt: In einer Reihe gemalter Bilder werden ihnen die Geschichte der Stadt und der dazugehörenden Ortschaften vorgestellt. Marek Konarski und Anna Niffka-Konarski haben die insgesamt 38 Werke in Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Neustädter Umkreis erarbeitet.

Mariensee

Mariola Mamerow, Betreuung: Marek Konarski, 100 x 140 cm, Öl, Acryl, Fotocollage, Assemblage auf Holz © Design & Kunst Konarski

Das Bild besteht aus 5 verschiedenen Bereichen, die durch 4,7 cm breite Leisten unterteilt und eingerahmt werden. Diese Leisten symbolisieren die strukturierenden Wege eines Klostergartens, und die kleinen ornamentalen Verzierungen in den jeweiligen Ecken stehen für die Pflanzen.

Auf der linken Seite des Bildes sieht man das Kloster, aufgenommen aus der normalen Perspektive, welches sich jedem Besucher bietet, wenn er aus Richtung Neustadt nach Mariensee hineinfährt. Im unteren Bereich befindet sich das sogenannte »redende Wappen« von Mariensee das in zwei Felder geteilt ist. Im roten Feld sieht man die Gottesmutter mit Jesuskind auf dem Arm über drei Wellenlinien stehen. Im blauen Feld sieht man das Wölper Büffelhorn.

Auf der rechten Seite des Bildes sieht man das Fachwerkgebäude des Gutshauses, davor eine große Eiche und davor die DNA Skulptur. Ein Foto aus dem Internet (Quelle: Wikipedia) diente hier als Vorlage, aufgenommen aus der normalen Perspektive.

Im oberen Bereich des Bildes sieht man das Denkmal von Ludwig Christoph Heinrich Hölty.

Es besteht aus einer Ansammlung von Findlingen unterschiedlicher Größe, wobei sich auf dem größten Stein eine Bronzetafel mit dem Konterfei von Hölty befindet. Die ersten Zeilen des bekannten Gedichts „Üb' immer Treu' und Redlichkei“t sind in Holzbuchstaben links und rechts des Denkmals aufgeklebt.

Im unteren Bereich des Bildes sieht man zwei Pferde auf einer Koppel, in Anlehnung an die lange Tradition der Remonten. 1894 übernahm der preußische Reichs-und Militärfiscus das Vorwerk „Scharnhorst“, um hier Militärpferde, sogenannte Remonten, aufzuziehen. Daneben sieht man das Gebäude für Nutztiergenetik, das sich gegenüber dem Kloster befindet. Das Wappen das neben den Pferden klebt, hängt auf der Stirnseite dieses Gebäudes.

In der Mitte des Bildes sieht man einen Findling, der sich in einem Waldstück in Mariensee befindet und den geografischen Mittelpunkt von Neustadt markiert.

„Für mich persönlich ist der Klostergarten ein ganz besonderer Ort und daher auch die Inspiration zu der Gestaltung meines Bildes. Charakteristisch für Mariensee ist das Kloster, das Hölty Denkmal und das Institut für Nutztiergenetik. Somit war klar, dass dies die zentralen Elemente sein werden, die sich dann auch in der Gestaltung meines Bildes widerspiegeln sollen. Der erste Entwurf zu der Collage entstand am Computer“, beschreibt Gabriela Mariola Mamerow den Entstehungsprozess ihres Bildes.

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