Marek Konarski, 270 x 385 cm, Graffiti, Öl, Acryl, Assemblage auf Holz © Design & Kunst Konarski

Kunst am Bahnhof

Am Neustädter Bahnhof werden Pendler, Fahrgäste und Besucher von einer Kunstausstellung der anderen Art begrüßt: In einer Reihe gemalter Bilder werden ihnen die Geschichte der Stadt und der dazugehörenden Ortschaften vorgestellt. Marek Konarski und Anna Niffka-Konarski haben die insgesamt 38 Werke in Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Neustädter Umkreis erarbeitet.

Neustadt

Marek Konarski, 270 x 385 cm, Graffiti, Öl, Acryl, Assemblage auf Holz © Design & Kunst Konarski

Klassik trifft auf Moderne: Dieses Kunstwerk verkörpert mit Graffiti und altmodischen Motiven das Zentrum des Geschehens – die im Jahr 1215 erstmalig urkundlich erwähnte „Nova Civitas“ oder auch „Neue Stadt“. Es handelt sich hierbei um Neustadt am Rübenberge mit all seinen Vorzügen und geschichtlichem Hintergrund, der für jedermann zu entdecken ist. Der Name „am Rübenberge“ führt vermutlich auf die damals errichtete Burg Castrum Rouvenberg zurück.

Was sich auf Anhieb erschließt sind das Schloss Landestrost und das königliche Wappentier, der Löwe. Erich II. von Braunschweig-Lüneburg ließ das prunkvolle Schloss ab 1573 nach französischen und italienischen Vorbildern errichten. Das Wappentier, das am Parkplatz zwischen der denkmalgeschützten Marktstraßenbrücke und der Leinebrücke (Zwischen den Brücken) thront, wurde vom Bildhauer Bernd Maro errichtet und 1982 eingeweiht. Eine zentrale Wasserstelle der Stadt stellte damals der Froschbrunnen dar, ein alter, sorgfältig restaurierter Brunnenschacht mit modernem Frosch-Wasserspiel aus Stein gefertigt. Die Uhr an dessen Zeit sich zahlreiche Bewohner während ihres Stadtbummels oder beim Markteinkauf orientieren, ist die Nachbildung einer Uhr aus den USA.

Ein Mahnmal erinnert an die jüdischen Mitbürger. Jegliche Darstellung von Neustadts Merkmalen sind auf der Mühlenbrücke mit Brückenschlussstein über „die kleine Leine“ platziert. Dabei sind Brückenschlusssteine etwas Besonderes, da sie die Last des Brückenbogens tragen. Auf der unteren linken und rechten Seite des Bildes sind Teile der alten Ecksteinmühle zu erkennen. Der Mühlenstandort wurde im Jahr 1215 erwähnt. Die Erweiterung und der Umbau der Mühle fand 1859 statt und wurde 1948 aufgestockt. Fotografien damaliger Autos und Passanten verleihen der Darstellung Neustadts mit einem Hauch von Nostalgie den letzten Schliff. Als geografisches Symbol schmückt ein Kompass die linke Seite des Bildes und zeigt, auf dem Kunstwerk verteilt, die Entfernungen zu den Metropolen der Welt an.


Was die Buchstaben der Stadt Neustadt abbilden?

N: Liebfrauenkirche, ist eine frühgotische, mehrfach umgebaute Backsteinkirche
E
U: Stadtwappen
S: Flagge von Neustadt in Blau und Weiß
T: Deutung auf das Schützenfest, Zylinder/ Ehrenhauptmann
A: (ehemaliges königliches) Amtsgericht
D: Fachwerkhaus
T: Storchennest, das sich auf dem Dach des Storchenhauses an der Liebfrauenkirche befindet

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