Magnus Röver, 80 x 125 cm, Graffiti auf Holz © Design & Kunst Konarski

Kunst am Bahnhof

Am Neustädter Bahnhof werden Pendler, Fahrgäste und Besucher von einer Kunstausstellung der anderen Art begrüßt: In einer Reihe gemalter Bilder werden ihnen die Geschichte der Stadt und der dazugehörenden Ortschaften vorgestellt. Marek Konarski und Anna Niffka-Konarski haben die insgesamt 38 Werke in Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Neustädter Umkreis erarbeitet.

Wulfelade

Magnus Röver, 80 x 125 cm, Graffiti auf Holz © Design & Kunst Konarski

Das Bild “Wulfelade” von Magnus Röver aus dem Jahr 2019 ist ein repräsentatives Gemälde für die gleichnamige Ortschaft und wurde im Rahmen des Bahnhofsprojektes erstellt. Das Bild zeigt das Dorf aus südöstlicher Ansicht, sodass der Leinebogen mit dem umliegenden Marschland im Vordergrund steht. In dieser Darstellung reflektiert die Leine auf der linken Seite einen farbenfrohen Sonnenuntergang, und auf der rechten Seite einen klaren Sternenhimmel. Im Zentrum des Bildes sind die Silhouetten der Siedlung und der Sehenswürdigkeiten des Dorfes zu erkennen, wie zum Beispiel das Waldbad Wulfelade auf der rechten Seite. Thematisch ist das Bild von links nach rechts in Tag und Nacht aufgeteilt, sodass die linke Bildhälfte einen sommerlichen Sonnenuntergang und die rechte Bildhälfte eine sternenklare Nacht mit Vollmond darstellt. Im Hintergrund sieht man die Wulfelades Feldmark mit dem Lohberg und dem darauf stehenden Windpark. Außerdem kann man zentriert am oberen Rand des Bildes das Wappen des Dorfes sehen, darunter eine Banderole mit der Aufschrift “Wulfelade”.

“Mir war es bei diesem Werk besonders wichtig die Schönheit des wulfelader Landes darzustellen. Ich habe ich mich bei der Darstellung für die sommerliche Ansicht entschieden, weil es ganz einfach meine Lieblingszeit des Jahres ist - die Störche fliegen über Wulfelade, drumherum blüht der Raps, die Sonnenuntergänge zeichnen bunte Gemälde in den Abendhimmel und natürlich darf im Sommer auch nicht das Waldbad fehlen! Außerdem hat man oft die Möglichkeit einen, für deutsche Verhältnisse, sehr klaren Sternenhimmel zu bewundern, was mich auf die Aufteilung in Tag und Nacht gebracht hat“, erläutert Magnus Röver sein Bild.

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