Symbolbild Waldbrandgefahr (C) Fotolia.com/foto_tech

Waldbrand und Moorbrand

Wald- und Moorbrände stellen nicht nur in südlichen Gefilden eine große Gefahr dar. Auch in Deutschland ereignen sich jedes Jahr hunderte von Wald- und Flächenbränden. Sie sind selten reine Naturereignisse. Nur zwischen drei und zehn Prozent werden von Blitzschlägen verursacht. Über 90 Prozent der Wald- und Moorbrände sind auf menschliches Handeln, fahrlässige Unachtsamkeit oder Fehlverhalten zurückzuführen.

Informationen zum Thema Wald- und Moorbrand

  • Kleine Ursache - fatale Wirkung

    Die Ursachen reichen von der sorglos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Selbstentzündung, Abstellen von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren über brennbarem Untergrund bis zur Fahrlässigkeit im Umgang mit offenem Feuer und zur Brandstiftung. Letztere ist die häufigste bekannte Waldbrandursache! Die Feuerwehr appelliert zu brandschutzgerechtem Verhalten in der Natur. Hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit führen zu erhöhter Waldbrandgefahr. Gehen Sie deshalb aufmerksam durch Wald und Flur und vermeiden Sie gedankenlosen Leichtsinn.

  • Goldene Regeln gegen Brände in der Natur

    Zur Vermeidung von Wald- und Moorbränden geben wir folgende Regeln an die Hand:

     

    •  Beachten Sie das absolute Verbot für offenes Feuer in Wäldern; dies gilt auch für gemütliche Grillpartys - fragen Sie nach ausgewiesenen Grillplätzen. Grill- oder Feuerstellen sind ordnungsgemäß zu beaufsichtigen und gegebenenfalls zu löschen, insbesondere wenn vom Funkenflug eine Gefahr ausgeht.
    •  Befolgen Sie das Rauchverbot in den Wäldern.
    • Werfen Sie bei Fahrten mit der Bahn oder dem Auto keine brennenden Zigaretten aus dem Fenster
    • Flaschen oder Glasscherben dürfen nicht im Wald zurückgelassen werden. Durch den Brennglaseffekt kann es zur Brandentstehung kommen.
    • Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkflächen beim Ausflug in die Natur. Der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und kann auf unbefestigten Flächen einen Brand auslösen.
    • Halten Sie die Zufahrten zu Wäldern frei - sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie unbedingt Park- und Halteverbote.
    • In einigen Gebieten ist der Zugang zu Waldgebieten untersagt - bitte folgen Sie diesem begründeten Verbot.
  • Der Notruf

    Wird ein Brand entdeckt, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 rufen – denn es zählt jede Minute. Geben Sie den genauen Ort des Brandes an oder erwarten Sie die Feuerwehr an einem gut beschreibbaren Ort in der Nähe, um sie von dort aus einzuweisen. Ausflügler werden dringend gebeten, auf Waldwegen und Zufahrten nicht zu parken, um die Feuerwehr bei der Anfahrt nicht zu behindern.

  • Die Waldbrandgefahrstufen

    Waldbrandgefahrenstufe 1: Sehr geringe Gefahr. Keine Einschränkungen für Waldbesucher

    Waldbrandgefahrenstufe 2: Geringe Gefahr. Keine Einschränkungen für Waldbesucher

    Waldbrandgefahrenstufe 3: Mittlere Gefahr. Die Waldbrandgefahrenstufe 3 hat rein informativen Charakter für den Waldnutzer,

    Waldbrandgefahrenstufe 4: Hohe Gefahr. Öffentlich zugängliche Grillplätze und Feuerstellen können durch das zuständige Forstamt gesperrt werden (punktuelle Waldsperrungen).

    Waldbrandgefahrenstufe 5: Sehr hohe Gefahr. Die Waldbrandgefahrenstufe 5 kann schließlich zur Sperrung extrem gefährdeter Waldgebiete führen (flächige Waldsperrungen). Dies kann an sehr heißen Tagen beispielsweise die Sperrung von Badeseebereichen mit angrenzenden Kiefernwälder auf trockenen Waldböden sein, da erfahrungsgemäß durch Badeseebesucher mit offenem Feuer wie Zigaretten, Grill oder Lagerfeuer – bisweilen fahrlässig und ggf. unter Alkoholeinfluss – hantiert wird.

Weitere Links und App-Empfehlungen:

App "Hilfe im Wald"

Im Unglücksfall wird über die App "Hilfe im Wald" schnell der nächstgelegene Rettungstreffpunkt identifiziert und Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an die entsprechende Stelle angefordert.

Für Android:

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Für Apple:

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