Bauliche Projekte © Fotolia/ALDECAstudio

Städtebauliche Projekte

Der Zentrale Omnimusbahnhof (ZOB) sowie das Areal rund um den Bahnhof sind jüngst neu gestaltet worden, doch in der Innenstadt  sind noch weitere Projekte in Planung.

Eine lebendige, lebenswerte, nachhaltige und funktionierende Innenstadt im Sinne der Charta von Leipzig und auf der Grundlage des Nationalen Stadtentwicklungsprogrammes ist das Ziel des durch den Rat der Stadt Neustadt a. Rbge. als Schlüsselvorhaben festgelegten Projektes "Innenstadtentwicklung und Rathausneubau".

Dabei werden in einem umfassenden und interdisziplinären Entwicklungsprozess folgende Ziele verfolgt:

  • Innovative Entwicklung der Innenstadt
  • Städtebauliche Qualität
  • Kulturelle und baukulturelle Identität
  • Nachhaltige Entwicklung der Innenstadt
  • Partizipation und Demokratie

In den Diskussionen von Politik und Verwaltung mit Fachleuten zu den verschiedenen für die Innenstadt relevanten Themen haben sich die folgenden Handlungsfelder herauskristalisiert:

  • Einzelhandelsentwicklung
  • Qualität öffentlicher Wege und Plätze
  • Arbeitsplätze in der Innenstadt
  • Neubau des Rathauses als Kristallisationspunkt der Innenstadt
  • Nachhaltige Mobilität

Inhaltlich stellt sich die Frage, wie sich die Innenstadt in Zeiten des zunehmenden Online-Handels entwickeln kann, will und soll. Die Ansiedlung neuer Läden und die Vermeidung von Leerständen sind wichtige Ziele.

Der Marktplatz an der Liebfrauenkirche bietet viel Gestaltungsspielraum
Der Marktplatz an der Liebfrauenkirche bietet viel Gestaltungsspielraum

Der Marktplatz an der Liebfrauenkirche lädt zum Verweilen ein.

Fakt ist: Die Kunden, die Besucher der Innenstadt und die Anwohner erwarten eine hohe Aufenthaltsqualität. Öffentlichen Wege, Plätze und  Grünflächen müssen in der City entsprechend und ansprechend gestaltet werden.

Die Ansiedlung von Arbeitsplätzen in der Innenstadt stärkt die gesamte Stadt - auch im Wettbewerb der Kommunen - und ist ein wichtiger Aspekt der Entwicklung eines urbanen Ambientes. Dabei spielt der Neubau des Rathauses die wichtige Initialfunktion zur weiteren Entwicklung der umliegenden Bereiche.

Als Standort des neuen Rathauses war bereits 2013 die so genannte Fläche „Marktstraße-Süd“ zwischen Herzog-Erich-Allee im Süden und dem Weg Am kleinen Walle im Osten, sowie dem ehemaligen Kaufhaus an der Marktstraße und der Schäfergasse, festgelegt worden. Dieser wurde 2016 nochmals durch die Ratsentscheidung am 7.April bestätigt.

Auf dieser Fläche könnte das neue Rathaus entstehen
Auf dieser Fläche könnte das neue Rathaus entstehen

Auf dieser Fläche könnte das neue Rathaus entstehen

Auf dieser Fläche sollen die bisherigen vier Verwaltungsstandorte für rund 250 Mitarbeiter zusammengeführt werden. Die bisher von  der Stadtverwaltung genutzten Gebäude sind allesamt mehr als 50 Jahre alt, zwei sogar schon rund hundert Jahre, und entsprechen weder energetisch noch technisch heutigen Anforderung. Sie sind für die Anforderungen der Verwaltungsarbeit nicht geschaffen worden. In vielen Räumen gibt es Schäden, durch die ein gesundes Arbeitsumfeld nicht mehr gewährleistet ist.

Für die positive Entwicklung der Innenstadt mit Rathaus und die Einbindung in das städtebauliche Umfeld wurde 2015 das „Städtebauliche Entwicklungskonzept Marktstraße-Süd“ von der Fachverwaltung erarbeitet, auf dessen Grundlage der oben genannte Ratsbeschluss gefasst wurde. Inzwischen wird in Varianten untersucht, welche Beschaffungsmethode die günstigste für die Stadt darstellt und die Standards für das Gebäude festgelegt.

Die Nachfrage und die Vermarktungsmöglichkeiten für Einzelhandelsflächen werden parallel überprüft.

Dieses Modell verdeutlich die Planspiele zur Entwicklung der Innenstadt im Bereich "Marktstraße Süd".
Dieses Modell verdeutlich die Planspiele zur Entwicklung der Innenstadt im Bereich "Marktstraße Süd".
So spielt beispielsweise  auch die seit 2009 verfügbare Fläche zwischen Bahnhofsvorplatz und ZOB einerseits und der Wunstorfer Straße auf der anderen Seite eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Wegeführungen in die Innenstadt.

Gleichzeitig wird in Fachvorträgen und Workshops daran gearbeitet, die Neustädter Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung der Innenstadt einzubeziehen. Die Umstrukturierungen durch neue Läden, neue Nutzungen und neue hochwertige Wegebeziehungen führen an diversen Orten, wie beispielsweise  am Rundeel, am Marktplatz oder am Platz Zwischen den Brücken, zu Folgeänderungen, die zusammengefasst in einer Analyse des Entwicklungspotenzials als zukünftige Handlungsfelder definiert werden sollen.

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