Ziegeleiberg: Fahren nur noch mit Berechtigungsausweis

Verkehrszählung zeigt, dass das allgemeine Durchfahrtsverbot oft ignoriert wird. Verwaltung greift zu drastischeren Mitteln.

Weil entsprechende Hinweise, Appelle und Verbotsschilder von vielen Verkehrsteilnehmern offensichtlich nicht beachtet oder sogar wissentlich missachtet werden, greift die Stadtverwaltung nun zu drastischeren Mitteln um das allgemeine Durchfahrtsverbot im Bereich Ziegeleiberg/Wiesenstraße/Gartenstraße durchzusetzen. Die bisherige Regelung „Anlieger frei“ wird voraussichtlich in der kommenden Woche aufgehoben. Ab dann dürfen nur noch Verkehrsteilnehmer die entsprechenden Straßen befahren, die einen entsprechenden Berechtigungsausweis sichtbar im Fahrzeug mit sich führen.

Trotz der im gesamten Bereich ausgeschilderten Sperrung für Fahrzeuge aller Art mit dem Zusatzhinweis für den freigebenen Anliegerverkehr nutzen momentan mehr als 3.000 Autofahrer täglich die Wiesenstraße. Das hat eine Verkehrszählung der Stadt ergeben. An acht Tagen kam das Seitenradarmessgerät dort zum Einsatz – es wurden 26.815 vorbeifahrende Autos gezählt. Hinzu kommen 26 PKWs, die die Einbahnstraße in falscher Richtung durchfuhren.

Aufgrund der derzeitigen Bauarbeiten an der Mecklenhorster Straße nutzen viele PKW-Fahrer die Strecke als unerlaubte Abkürzung, um aus der Innenstadt in Richtung Gewerbegebiet Ost zu fahren. Trotz verstärkter Kontrollen durch Polizei und Verwaltung hat sich die Situation in den vergangenen Wochen nicht gebessert, weshalb der komplette Bereich nun neu definiert und entsprechend beschildert wird. Die Wiesenstraße und Gartenstraße bleiben als Einbahnstraße befahrbar und sind künftig ausschließlich für Anwohner mit Berechtigungsausweis, den öffentlichen Nahverkehr (Busse), Rettungsfahrzeuge und die Müllabfuhr freigeben. Auch die Straße Ziegeleiberg darf nur noch von Nutzern mit entsprechendem Berechtigungsausweis befahren werden.

Stadtverwaltung und Polizei werden die Einhaltung der neuen Regelung durch entsprechende Kontrollen verfolgen. Wer ohne Berechtigungsausweis durch den Bereich fährt muss ein Bußgeld zahlen. Die Suttorfer Straße bleibt wie bisher eine Anliegerstraße. Freibad, Volkshochschule sowie das Seniorenzentrum und Geschäfte am Schützenplatz bleiben somit weiter aus Fahrrichtung Innenstadt erreichbar. Das Angelgeschäft und die Tierarztpraxis an der Gartenstraße können Anlieger aus Fahrtrichtung Gewerbegebiet anfahren.

Der Berechtigungsausweis (es handelt sich um eine Verkehrsrechtliche Ausnahmegenehmigung nach § 46 Abs. 1 Nr. 11 StVO) wird samt eines Erklärungsschreibens in der kommenden Woche an die Bewohner des Bereichs Ziegeleiberg/Wiesenstraße/Gartenstraße per Postwurfsendung verteilt. Jeder Haushalt erhält einen Ausweis, der fortan bei allen Fahrten im genannten Bereich sichtbar auf dem Armaturenbrett vor der Windschutzscheibe hinterlegt sein muss. Wenn in einem Haushalt mehrere Fahrzeuge genutzt werden, können entsprechende Ausweise beim städtischen Fachdienst Bürgerservice, Theodor-Heuss-Straße 18, beantragt und abgeholt werden. Ab wann genau die neue Verkehrsregelung gilt, wird über das Stadtportal sowie eine Ankündigung in der heimischen Presse gesondert mitgeteilt.

Der Stadtverwaltung ist bewusst, dass mit der Regelung auch Einschränkungen für die Anwohner und Anlieger verbunden sind. Insbesondere Besucherverkehre ohne Berechtigungsausweis müssen damit rechnen, im Rahmen der Kontrollen erfasst zu werden. Es gibt aber schlicht keine andere Möglichkeit, den Durchfahrtsverkehr zu kanalisieren. Die Verwaltung bittet um Verständnis, da die Regelungen nur auf diese Weise sinnvoll durchgesetzt werden können. Besuchern der Anwohner wird empfohlen, den Schützenplatz aus Richtung Innenstadt anzusteuern und dort zu parken.

Vollsperrung der Mecklenhorster Straße: So wird der Verkehr umgeleitet

Alle PKW-Fahrer zwischen Innenstadt und Gewerbegebiet Ost müssen die Umleitungsstrecke über die Bundesstraße 6 zwischen den Auf- und Abfahrten Leinstraße/Himmelreich und Bordenau nehmen. Stadteinwärts kann die Auffahrt Otternhagen (McDonalds) genutzt werden (siehe Skizze)

Aufgrund der Sperrung der B6-Leinebrücke für den Verkehr über 7,5 Tonnen ist eine Umleitung der Lastwagen über die Bundesstraße nicht möglich. Der innerstädtische Schwerlastverkehr muss somit zwingend der ausgewiesenen Umleitung über Empede, Basse und Suttorf folgen, um beispielsweise aus der Innenstadt ins Gewebegebiet Ost zu kommen.


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