Dieter Schulz (von links, Deutsche Telekom), Lennart Heise (Region Hannover, Team Wirtschaftsförderung), Uwe Sternbeck (Bürgermeister der Stadt neustadt) und Torsten Voigts (Geschäftsführer Northern Access) haben die Ausbaupläne vorgestellt.

Breitbandausbau: Beginn der Tiefbauarbeiten in Neustadt

Die Verträge mit den Telekommunikationsunternehmen sind unterzeichnet / Ausbau erfolgt in 18 Ortsteilen / Fertigstellung bis Ende 2018

Trotz des kontinuierlichen Ausbaus moderner Breitband-Infrastruktur sind einige Gebiete im Neustädter Land weiterhin unterversorgt – so genannte „weiße Flecken“. Nun starten die Telekommunikationsunternehmen Telekom Deutschland und Northern Access in den unterversorgten Gebieten der Region Hannover den weiteren Ausbau der Breitbandversorgung, die Region hat die entsprechenden Zuwendungsbescheide des Bundes und des Landes bekommen. Bis Ende 2018 werden dadurch insgesamt 18 Neustädter Ortsteile mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen versorgt.

Nach europaweiter Ausschreibung, Bietergesprächen und Verhandlungen mit Telekommunikationsunternehmen sowie eingehender Prüfung der Ausbaupläne hat die Region Hannover für Neustadt zwei Unternehmen den Zuschlag erteilt: Telekom Deutschland und Northern Access. „Schnelle Bandbreiten sind Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Trends. Davon profitieren jetzt auch Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger in Neustadt am Rübenberge“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau.

Wichtig: Nach dem Beihilfe- und Förderecht darf die Region den Breitbandausbau nur dort fördern, wo Telekommunikationsunternehmen weniger als 30 Mbit/s im Download anbieten und in den kommenden Jahren keinen Eigenausbau planen. Die Erschließung dieser so genannten „weißen Flecken“ im Regionsgebiet wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 1,15 Millionen Euro und vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 1,93 Millionen Euro gefördert, die Region Hannover steuert den kommunalen Eigenanteil in Höhe von 330.000 Euro bei.

In Neustadt profitieren rund 2.455 Haushalte sowie 165 Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe vom Breitbandausbau. Die Telekom Deutschland wird für ein schnelles Netz aktiv in Amedorf, Evensen, Welze, Luttmersen, Mandelsloh, Warmeloh, Brase, Dinstorf, Hagen, Scharnhorst und Schneeren. Northern Access sorgt für eine bessere Internetverbindung in Bevensen, Lutter (teilweise), Borstel (teilweise), Nöpke (teilweise), Eilvese (teilweise), Niedernstöcken (teilweise) und Weißer Berg.

In den kommenden Monaten beginnen die Telekommunikationsunternehmen mit den notwendigen Tiefbauarbeiten, verlegt Glasfasertrassen und errichtet Verteilerkästen. Bis Ende 2018 werden alle Firmen, Einwohnerinnen und Einwohner  mit bis 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt sein. „So schließen wir unsere Stadt weiter an die Zukunft an“, freut sich Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck. „Neustadt wird damit als Wohn- und Arbeitsort in der Region Hannover noch attraktiver.“

Die Ausschreibung erfolgte gemäß der förder- und beihilferechtlichen Vorgaben durch EU, Bund und Land nach dem so genannten „Wirtschaftlichkeitslückenmodell“. Das bedeutet, dass die Region den Telekommunikationsunternehmen eine Investitionshilfe für den Fehlbetrag zwischen den Investitions- und Betriebskosten auf der einen und den zu erwartenden Einnahmen auf der anderen Seite gewährt.

Neustadt steht beim Breitbandausbau dank der Zusammenarbeit mit Region und Telekommunikationsunternehmen bereits sehr gut da: Neustadt-Kernstadt, Bordenau, Moordorf (nördlicher Teil), Suttorf (Südlicher Teil), Himmelreich, Mecklenhorst werden durch die Telekom mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt. Otternhagen, Scharrel, Metel, Basse und Helstorf werden durch HTP bereits mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt. In Stöckendrebber sorgt Northern Access für Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s im Download und bis zu 4 Mbit/s im Upload. Rund 95 Prozent aller Adressen in Neustadt-Kernstadt, Bordenau, Poggenhagen können außerdem über Vodafone (ehemals Kabel Deutschland) mit bis zu 200 Mbit/s im Download und bis zu 12 Mbit/s im Upload versorgt werden.

Gemeinsam mit der Stadt Neustadt plant die Region Hannover derzeit, weitere bislang unterversorgte Adressen in Suttorf  sowie in Mecklenhorst mit leistungsfähigem Breitbandanschluss zu versorgen. Der Fördermittelantrag ist gestellt, der Bescheid liegt voraussichtlich im ersten Quartal 2018 vor, danach erfolgt die Ausschreibung zur Erschließung durch die Region Hannover. Der kommunale Eigenanteil wird durch die Region Hannover und die Stadt Neustadt getragen.

Für unterversorgte Bereiche, die nicht in die geförderten Ausbauprogramme aufgenommen wurden oder bereits jetzt schon versorgt sind, hat Northern Access eine Aufrüstung der Kabelverzweiger zugesagt. Hierdurch werden Geschwindigkeiten von bis 50 Mbit/s im Download verfügbar. In Stöckendrebber wurde diese Aufrüstung bereits abgeschlossen. Weitere Ortsteile wie Averhoy, Borstel (übriges, nicht gefördertes Gebiet), Büren, Dudensen, Eilvese (übriges, nicht gefördertes Gebiet), Empede, Lutter (übriges, nicht gefördertes Gebiet), Mardorf, Mariensee, Niedernstöcken (Nord), Nöpke (übriges, nicht gefördertes Gebiet), Poggenhagen, Suttorf, Vesbeck, Wulfelade werden folgen.

Kleine Bereiche um die Hauptverteiler in Neustadt-Kernstadt (Nähe Königsberger Straße), Esperke (Nähe Wisselweg), Mandelsloh (Nähe Auf den Breiten), Hagen (Ecke Hagener Straße/Zum Bahnhof), Schneeren (Nähe Ev. Kirche) werden im Eigenausbau durch Telekom bzw. HTP bis Ende 2018 ebenfalls mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload erschlossen.

In Neustadts Gewerbegebieten sind oftmals bereits Breitbandinfrastrukturen vorhanden, so dass Unternehmen einen direkten Anschluss ans Glasfasernetz bei einem Telekommunikationsunternehmen beauftragen können.

Das wirtschaftliche Potenzial für eine Erschließung mit leitungsgebundenen, leistungsfähigen Breitbandanschlüssen in sehr kleinen Siedlungen oder bei einzelnen Gehöften und Forsthäusern ist jedoch auch mit Fördergeldern zu gering. Hier können Funktechnologien wie LTE und mittelfristig 5G bzw. Hybrid-Technologien oder Satellitenverbindungen eine adäquate Lösung für mehr Bandbreite für die betroffenen Adressen sein.

Auf dieser Seite finden Sie alle geförderten Adressen.

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