Stadt Neustadt warnt im Katastrophenfall per App

Die Katwarn-App steht den Neustädter Bürgerinnen und Bürgern ab sofort zur Verfügung, um wichtige Informationen und Verhaltenshinweise erhalten zu können.

Ein Moorbrand bei Poggenhagen, Hochwassergefahr am Silbernkamp oder ein Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter in Helstorf – in solchen und anderen Katastrophenfällen muss man schnell und richtig reagieren, um sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Wer sich im Neustädter Land aufhält, kann sich bei Gefahren ab sofort von der Stadt Neustadt am Rübenberge über sein Mobiltelefon warnen lassen. Dazu muss nur die kostenlose Smartphone-App „Katwarn“ installiert werden.

Regions-Mitarbeiter Dettlef Faustmann erklärt Feuerwehr-Pressesprecherin Martina Fachmann die Katwarn-Funktionen. Foto: Stadt Neustadt/Rave
Regions-Mitarbeiter Dettlef Faustmann erklärt Feuerwehr-Pressesprecherin Martina Fachmann die Katwarn-Funktionen. Foto: Stadt Neustadt/Rave

Bei gefährlichen Situationen unterhalb der Katastrophenschwelle werden die Menschen im Neustädter Land über Sirenen oder durch die Einsatzkräfte gewarnt. Die Katwarn-App steht den Neustädter Bürgerinnen und Bürgern ab sofort als zusätzliche Alternative zur Verfügung, um wichtige Informationen und Verhaltenshinweise erhalten zu können. „Mit der Einführung von Katwarn erhöhen wir die Sicherheit der Menschen im Neustädter Land. Im Zeitalter der mobilen Kommunikation ist die App ein optimales und zeitgemäßes Hilfsmittel, um die betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Notfall direkt zu erreichen und informieren zu können“, sagt Stefan Bark. Der Leiter des Bürgermeisterreferats hat das System in der Neustädter Verwaltung eingeführt.

Die App bietet die Möglichkeit, ortsbezogene Warnungen zum aktuellen Standort des Nutzers oder zu weiteren frei wählbaren Gebieten zu erhalten. Dafür muss nur die sogenannte „Schutzengelfunktion“ aktiviert oder die gewünschten Gebiete auf einer Karte im Display ausgewählt werden. Auf diese Weise erhalten die Nutzer im entsprechenden Gefahrenbereich ihre Informationen direkt von den zuständigen Sicherheitseinrichtungen.

Ein Beispiel: Bei einem Großbrand in Bordenau erhalten ausschließlich die Nutzer einen Warnhinweis, die sich im Gefahrenbereich aufhalten oder sich für diesen Ort registriert haben. Menschen, die nicht betroffen sind, werden nicht unnötig in Unruhe versetzt.

Die Warnungen im Neustädter Bereich können ausschließlich von Mitarbeitern der städtischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Stadtbrandmeister, dem Neustädter Ortsbrandmeister sowie den Pressesprechern der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt ausgelöst werden. Zusätzlich zu den Warnungen auf kommunaler Ebene empfangen die Nutzer von Katwarn deutschlandweit auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Florian Hake (von links), Dennis Hausmann, Martina Fachmann, Benjamin Gleue, Pamela Klages, Stefan Bark, Carmen Rigbers, Anika Kühn sind von Regions-Mitarbeiter Dettlef Faustmann geschult worden. Foto: Stadt Neustadt/Rave
Florian Hake (von links), Dennis Hausmann, Martina Fachmann, Benjamin Gleue, Pamela Klages, Stefan Bark, Carmen Rigbers, Anika Kühn sind von Regions-Mitarbeiter Dettlef Faustmann geschult worden. Foto: Stadt Neustadt/Rave

Die Katwarn-App wurde vom Fraunhofer-Institut Fokus entwickelt und wird deutschlandweit bereits von etlichen Großstädten und Kommunen verwendet. Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover sind seit 2016 dabei, die in der Region beheimateten Kommunen können das System kostenlos nutzen. Nun ist auch die Stadt Neustadt dabei. Da sich unter Umständen auch in den Nachbargemeinden aufhaltende Menschen im Gefahrenbereich befinden, hat sich die Neustädter Stadtverwaltung von den umliegenden Kommunen Wunstorf, Garbsen, Rehburg-Loccum, Steimbke, Schwarmstedt und der Gemeinde Wedemark die Erlaubnis eingeholt, dass auch App-Nutzer auf deren Gebiet gewarnt werden dürfen.

Die kostenlose Katwarn-App ist für iPhone, Android und Windows-Phone in den jeweiligen App-Stores erhältlich. Alternativ bietet Katwarn kostenlose Warnungen mit eingeschränkter Funktonalität auch per SMS/E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleizahl. Dazu muss eine SMS an die Servicenummer 01 63 - 755 88 42 gesendet werden, in der die Postleitzahl und die E-Mailadresse aufgeführt wird. Beispiel: „KATWARN 31535 “.

Weitere Informationen sind im Internet auf www.katwarn.de zu finden.

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