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Mindeststandards im regionalen Busverkehr müssen eingehalten werden

Bürgermeister Uwe Sternbeck kündigt an, die Sparvorschläge der Region daraufhin zu überprüfen.

Im Verkehrsausschuss der Region wurde diese Woche über die Wirtschaftlichkeit der regionalen Buslinien diskutiert. Hintergrund ist ein Gutachten zu Regiobus, das während der Sitzung am Dienstag, 24. Oktober, präsentiert wurde. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, müssen demnach 1,4 Buskilometer pro Jahr eingespart werden, um eine europaweite Ausschreibung zu verhindern.

Von den rund 30 Buslinien, die aufgrund mangelnder Auslastung auf eine mögliche Reduktion oder sogar die vollständige Streichung hin überprüft werden sollen, sind allein fünf Buslinien aus Neustadt betroffen. Bürgermeister Uwe Sternbeck gibt zu bedenken, dass im Nahverkehrsplan der Region von 2015 klare Mindeststandards für die Verkehrsanbindung definiert sind. Diese geben vor, dass innerhalb der Mittelzentren der Region „alle bedeutenden Siedlungsbereiche an eine Haltestelle mit einem ausreichenden Bedienungsangebot angebunden sein“ sollen. Darüber hinaus definiert die Region in ihrem Nahverkehrsplan, dass dabei alle Ortsteile in der Region Hannover alle zwei Stunden und zur Hauptverkehrszeit jede Stunde an ihr Gemeindezentrum und an das Zentrum der Landeshauptstadt Hannover angebunden sein sollen.

„Ich erwarte in den von der Region angekündigten Gesprächen über die Regionalbusse Vorschläge, die diese Kriterien einhalten“, sagt Sternbeck. Denn diese seien sinnvoll und entsprechen den Zielen der Region und der Stadt Neustadt, die Mobilität ohne Auto auszubauen. Außerdem seien sie zwingend notwendig, um die Daseinsvorsorge für Menschen ohne Auto abzusichern, so der Bürgermeister weiter.

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