Bundestagswahl: Wie würde Neustadts Jugend wählen?

Der Jugendrat bittet am Freitag, 15. September, zur sogenannten U18-Wahl an die Wahlurne. Wahllokale öffnen in der Leine-Schule und im Jugendhaus.

Am Sonntag, 24. September, sind 61,5 Millionen volljährige Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, den neuen Bundestag zu wählen. Doch welcher Partei würden eigentlich Kinder und Jugendliche ihre Stimme geben, wenn sie bei der Bundestagwahl an die Wahlurne treten dürften? Um jungen Menschen die Möglichkeit zur symbolischen Abstimmung zu geben, öffnen am Freitag, 15. September, bei der sogenannten U18-Wahl bundesweit eigens eingerichtete Wahllokale ihre Türen. Und auch junge Neustädterinnen und Neustädter haben dann die Möglichkeit, abzustimmen und sich mit ihrer Stimme politisches Gehör zu verschaffen.

Der Neustädter Jugendrat hat in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege und der Leine-Schule die U18-Wahl im Neustädter Land organisiert und zwei Wahllokale eingerichtet. In der Leine-Schule, Bunsenstraße 3, kann von 7.50 bis 14.30 Uhr gewählt werden, im Jugendhaus, Großer Weg 3, von 10 bis 17 Uhr. „Für uns ist es eine Premiere. Ich bin gespannt, wie die U18-Wahl angenommen wird“, sagt Ute Kemmer vom Team Stadtjugendpflege.

Die bundesweite U18-Wahl wird traditionell von Kindern und Jugendlichen für Gleichaltrige organisiert. Wählen darf, wer sonst aufgrund seines Alters noch nicht darf. Die Nationalität spielt keine Rolle. „Uns geht es darum, junge Menschen für die Demokratie und eines ihrer wichtigen Instrumente zu begeistern”, sagt Marcus Lehmann, der 1996 die U18-Wahl in einem Berliner Jugendclub erfunden hat. Die U18-Wahl ist eine gute Möglichkeit, Parteien auf die Wünsche und Belange junger Menschen aufmerksam zu machen. Die Wahlergebnisse werden noch vor der eigentlichen Bundestagswahl veröffentlicht.

Bei der Bundestagswahl 2013 öffneten bundesweit rund 1.500 Wahllokale, insgesamt kamen rund 200.000 Kinder und Jugendliche an die Urnen. Das Wahlergebnis „U18 ist wohl die größte selbstbestimmte und selbstorganisierte Initiative politischer Bildung”, sagt Hetav Tek, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR). Der DBJR hat die Aufgabe der Koordination übernommen, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung. Organisiert und getragen wird die U18-Wahl vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk. Weitere Informationen zur Wahl sind auf www.u18.org zu finden.

Wichtige Info: Die Neustädter Jugend hat in diesem Jahr übrigens nochmal die Wahl: Am Mittwoch, 25. Oktober, sind alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren aufgerufen, zum achten Mal den Jugendrat zu wählen. In den Wahllokalen zur U18-Wahl werden der Wahlaufruf sowie die Möglichkeiten und Modalitäten sich als Kandidatin oder Kandidat für den Neustädter Jugendrat zu bewerben (Wahlvorschlag) ausliegen. Bis Mittwoch, 11. Oktober,  können Wahlvorschläge bei der Stadtjugendpflege eingereicht werden. Weitere Informationen zur Wahl des neuen Jugendrates folgen.

Dateiname Größe Datum
U18-Wahl-Stimmzettel 158,03 KB07.09.2017
U18-Wahl-Flyer 68,83 KB07.09.2017
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