Uwe Hemens (re., Wirtschaftsförderung) erläutert den über 50 Bürgerinnen und Bürgern den geplanten Einzelhandel (c) Stadt Neustadt a. Rbge.

Informationsabend in Hagen zum Bürgerentscheid

Am Mittwochabend um 18.30 Uhr wurde es voll im Vereinsheim des TSV Mühlenfeld in Hagen. Über 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen, um gemeinsam mit der Verwaltung, der Wirtschaftsförderung und dem Wirtschaftsverband Nordkreisinitiative (NKI) über den anstehenden Bürgerentscheid zum Rathausstandort am 19. August 2018 zu diskutieren.

Bürgermeister Uwe Sternbeck eröffnete den Abend und erläuterte zunächst den Abstimmungstext. Die Bürgerinnen und Bürger stimmen mit einem Kreuz über gleich drei inhaltliche Bausteine ab. Es kann nur allen zugestimmt oder alle abgelehnt werden. „Es ist mir wichtig, dass alle verstehen, worüber sie hier eine Entscheidung treffen“, betont Sternbeck.

Friedrich Wippermann, Projektleiter Rathausneubau und Innenstadtentwicklung, führte die Bürgerinnen und Bürger durch die Historie der Rathausplanung, so auch die für die Standorte Nienburger Straße und Marktstraße-Süd.  „Seit 40 Jahren ist ein neues Rathaus immer wieder Thema in Neustadt a. Rbge.“, so Wippermann. „Aber wir waren noch nie so nahe dran, wie jetzt.“ Er erläuterte die einzelnen Bausteine, und den aufwendigen Weg von einem Ratsbeschluss hin zur fertigen Ausschreibung. „Sollte es nach dem Bürgerentscheid bei dem Standort Marktstr.-Süd bleiben, könnten wir die Ausschreibung in etwa sechs Wochen fertig haben. Sollten sich die Bürgerinnen und Bürger für die Nienburger Str. entscheiden, müssten viele Gutachten und Berechnungen für den Standort neu erstellt werden, das kostet Zeit und Geld“, so Wippermann. In die Planungen für den Standort Marktstr.-Süd sind bisher rund 500.000 Euro investiert worden – ohne Personalkosten in der Verwaltung.

Ein immer wieder diskutierter Punkt sind die geplanten Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss des geplanten Neubaus. Hier konnte Uwe Hemens, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Neustadt a. Rbge. GmbH, viel Aufklärungsarbeit leisten. „Wenn wir aktuell Unternehmen für die Neustädter Innenstadt gewinnen wollen, brauchen wir größere Flächeneinheiten“, erklärt der Wirtschaftsförderer. „Mit den geplanten vermietbaren Flächen für den Handel von rund 1.800 m² sind wir in der Lage, marktfähige Flächengrößen anzubieten. Es gibt auch schon Interessenten, aber um Verhandlungen nicht zu gefährden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Namen nennen“, so Hemens. Auch zu der Frage, ob die Stadt als Anbieter der Flächen nicht ein zu hohes wirtschaftliches Risiko eingehe, nimmt er ausführlich Stellung: „Es müssen auch die Renditechancen gesehen werden. Eine Hochrechnung der Rendite nach gängiger Methode der Investitionsrechnung zeigt, dass ein wirtschaftliches Risiko gut in den Griff zu bekommen ist. Sogar ein positiver Beitrag für die Stadtkasse ist möglich“, erklärt Hemens.

Markus Heumann, Vorsitzender der Nordkreisinitiative (NKI) begrüßt die Entwicklung der Neustädter Innenstadt, gestützt durch einen Rathausneubau in der Marktstr.-Süd. „Wir hier im Umland profitieren von einer straken und belebten Innenstadt“.

Bürgermeister Sternbeck lobte die angeregten Debatten: „Es kamen viele Nachfragen, auch kritische. Aber wir konnten sachlich und an der Sache orientiert diskutieren und uns austauschen.“

Auf der Internetseite der Stadt Neustadt a. Rbge. stehen die Präsentationen der Redner zum Nachlesen und Herunterladen zur Verfügung: auf dieser Seite im Kasten links und auf www.neustadt-a-rbge.de/buergerentscheid.


Der nächste Bürgerinformationsabend findet am Mittwoch, 15. August, um 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Liebfrauengemeinde in der Kernstadt statt.

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