Bürgermeister Uwe Sternbeck (von links), Uwe Scheibe, Martina Wilhelms und Dieter Drape vor dem ehemaligen Bauernhaus, in dem im März eine neue Krippe eröffnet.

Uwe Sternbeck hat die neue Krippe in Hagen besucht

Der Bürgermeister lobt das tolle Engagement der Hagener Dorfgemeinschaft und spricht von einem  "Vorzeigeprojekt im Neustädter Land".

In Hagen können künftig mehr Kinder betreut werden: Im April des vergangenen Jahres hat der Dorfgemeinschaftsverein ein 1833 erbautes, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus gekauft und dieses seitdem komplett entkernt, saniert und zur Kindertagesstätte umbauen lassen. Ab dem 1. März können in der dann eröffneten Krippe Storchennest bis zu 15 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden. Für Bürgermeister Uwe Sternbeck ist es schon jetzt ein „Vorzeigeprojekt im Neustädter Land“.

Aktuell wird in dem ehemaligen Bauernhaus noch fleißig gehämmert und gewerkelt. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Uwe Scheibe, der als Mitglied des Dorfgemeinschaftsvereins das Projekt als Bauleiter betreut. Am 23. Februar, so der Plan, soll Einweihung gefeiert werden. Eine Woche später soll das Storchennest dann den Betrieb aufnehmen. „Wenn alles fertig ist, haben wir hier ein echtes Schmuckstück“, sagt Scheibe. Während die Krippe im Erdgeschoss des Hauses beheimatet sein wird, werden unterm Dach Büroräume und ein Archivraum untergebracht. „Durch diese Aufteilung können wir den vorhandenen Raum ideal nutzen“, sagt Dieter Drape, der Kassenführer des Vereins.

Bürgermeister Uwe Sternbeck hat die künftige Kindertagesstätte nun zusammen mit Martina Wilhelms, der Leiterin des städtischen Fachdienstes Kinder und Jugend, besucht, um sich selbst ein Bild vom Projekt und der künftigen Einrichtung zu machen. „Hier entsteht etwas Großartiges, auf das die Dorfgemeinschaft zu Recht stolz sein kann. Das Ergebnis zeigt, was alles möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und Projekte vorantreiben“, sagt das Stadtoberhaupt. „Es ist beeindruckend, wie schnell und fokussiert hier gearbeitet wurde. Als ich im Juni im Rahmen meiner Dorfbereisung hier war, war das Haus gerade mal entkernt und jetzt ist es fast fertig.“

Rund 470.000 Euro hat der Verein für die Verwirklichung des Projektes veranschlagt, etwa 40.000 Euro hat die Dorfgemeinschaft als Eigenleistung investiert. Die Stadt hat das Projekt mit einem Investitionskostenzuschuss von 50.500 Euro unterstützt sowie die Vorfinanzierung übernommen. Der größte Anteil des Gesamtbudgets ist durch Fördergeld vom Land Niedersachsen und der Region Hannover zusammen gekommen. Für den Verein Dorfgemeinschaft Hagen wird das neue Storchennest bereits die zweite Krippe sein, die er betreibt. In fußläufiger Nähe zur neuen Einrichtung ist der Verein bereits seit 2006 Träger der Kinderkrippe Spatzennest.

Uwe Sternbeck und Martina Wilhelms haben zudem die unweit gelegene Integrative Kindertagesstätte Hagen – in dem städtischen Kindergarten werden aktuell 40 Kinder zwischen drei und sechs Jahren betreut – sowie die in einem ehemaligen Klassenraum der Grundschule Hagen untergebrachte Hortgruppe der Kita (20 Betreuungsplätze) besucht.

Nach Auskunft von Leiterin Babette Kley hat die Integrative Kindertagesstätte die Umstellung auf Ganztagsbetrieb mit Bravour gemeistert. Da die frühere Werkstatt im Obergeschoss des Hauses zum Mitarbeiterraum umgebaut wurde, soll im Sommer auf dem Außengelände eine Außenwerkstatt entstehen. Die Kita plant, einen Bauwagen aufzustellen.

Bürgermeister Uwe Sternbeck (von links), Kita-Leiterin Babette Kley, Soley (5) und Leonie (6) beim Spiel in der Kita Hagen.

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