Die Stadt sucht Schöffen für die nächste Amtsperiode

Neustädterinnen und Neustädter zwischen 25 und 69 Jahren können sich ab sofort als Schöffin oder Schöffe bewerben.

Im Auftrag der niedersächsischen Justiz sucht die Stadt Neustadt am Rübenberge für die Schöffen-Vorschlagsliste wieder 109 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Neustadt und am Landgericht Hannover als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung teilnehmen und ehrenamtlich als Schöffin oder Schöffe tätig sein möchten. Die Amtsperiode dauert fünf Jahre, von 2019 bis 2023. Schöffen sitzen neben den Berufsrichtern am Richtertisch und wirken bei Gerichtsverhandlungen an der Feststellung der Täterschaft und Festsetzung der Strafe mit.

Gesucht werden Frauen und Männer, die im Stadtgebiet Neustadt a. Rbge. wohnen, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, am 1. Januar 2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sind und nicht wegen einer strafbaren Handlung zu mehr als sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurden. Für die Bewerbung als Jugendschöffin und -schöffe sind darüber hinaus Erfahrungen in der Jugenderziehung Voraussetzung.

Interessenten für das Amt der Jugendschöffin oder des Jugendschöffen können sich bis Donnerstag, 15. Februar 2018, bewerben. Die Bewerbungsfrist für das Amt als Schöffin und Schöffe im Erwachsenenstrafrecht endet am Freitag, 30. März 2018. Die Bewerbungsformulare können auf dieser Seite heruntergeladen werden. Die ausgefüllten Formulare sind an die Stadtverwaltung Neustadt,  Nienburger Straße 31, 31535 Neustadt zu schicken.

Für Auskünfte steht Maike Scharnhorst vom Team Wahlen der Stadt Neustadt unter Telefon 05032 84-119 oder per E-Mail an zur Verfügung. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Landesverbands der Schöffen Niedersachsen/Bremen auf www.schoeffen-nds-bremen.de und in der Informationsbroschüre "Bürgerinnen und Bürger im Richteramt" des Niedersächsischen Justizministeriums zu finden.

Hintergrund: Die Beteiligung der Bevölkerung an der Rechtsprechung ist bis heute eine wichtige Errungenschaft des modernen rechtsstaatlichen Strafprozesses. Schöffinnen und Schöffen gestalten als ehrenamtliche Richter den Strafprozess mit. Sie bringen ihre Lebens- und Berufserfahrung in die Entscheidungen ein und können so zu einer lebensnahen Wahrheits- und Rechtsfindung beitragen. Dadurch erfolgt eine demokratische Kontrolle der Justiz. Die Strafgerichtsbarkeit wird transparenter. Dies führt zu einem besseren Verständnis der Entscheidungen und zur Stärkung des Vertrauens der Bevölkerung in die Strafjustiz.

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