Ampelneubau abgeschlossen – Neuerung für Fußgänger

Herzog-Erich-Allee/Schlossstraße: Fußgänger müssen jetzt "Grünlicht" per Drücker anfordern.

Die Erneuerung der Ampel an der vielbefahrenen Kreuzung Herzog-Erich-Allee/Schlossstraße ist abgeschlossen. Am heutigen Vormittag, Freitag, 16. November, ist die neue Lichtsignalanlage in Betrieb genommen worden. Die auf moderne LED-Technik basierende Anlage ist für mobilitätseingeschränkte Personen uneingeschränkt nutzbar und hat die veraltete Ampel abgelöst, die über 30 Jahre den dortigen Kreuzungsverkehr geregelt hat.

Werktags schaltet die neue Ampel ab 6 Uhr morgens in einem vorgegebenen Takt. Der über die Herzog-Erich-Allee fahrende Verkehr hat eine längere Grünphase als aus der Schlossstraße/Leinstraße kommende Fahrzeuge. Zwischen 19 Uhr und 22 Uhr ist die Anlage dann so eingestellt, dass von dort kommende Autos bei Rotlicht durch heranfahren an die Haltelinie „grün“ anfordern müssen. Auf der Herzog-Erich-Allee gilt ansonsten „Dauergrün“. In der Nacht wird die Ampel ausgeschaltet, dann ist nach Beschilderung zu fahren -  über die Herzog-Erich-Allee fahrende Fahrzeuge sind vorfahrtsberechtigt. Am Wochenende ist die Ampel erst ab 7 Uhr aktiv.

Fußgänger müssen sich an der Ampelanlage auf eine Neuerung einstellen. Künftig müssen sie den am Masten angebrachten gelben Drücker betätigen, um „grün“ anzufordern. Dies hat den Vorteil, dass der Fahrzeugverkehr nicht unnötig einige Sekunden ausgebremst wird, wenn kein Fußgänger die Straße queren will.

Grundsätzliches zu den Fußgängerfurten: Wer bei Grünlicht startet, kann in normalem Tempo weitergehen, auch wenn die Fußgängerampel schon nach wenigen Sekunden wieder auf Rot umspringt. Bei der Schaltung ist eine sogenannte Räumzeit berücksichtigt, sodass Fußgänger sicher die andere Straßenseite erreichen können.

Würden die Grünzeiten für Fußgänger verlängert, müssten zwangsläufig auch die Schaltphasen für den Fahrzeugverkehr verlängert werden. Dies würde zu längeren Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer führen. Und zwar nicht nur an dieser Ampel, sondern auch an allen nachfolgenden. Die tagsüber geltende Ampelschaltung für den Fahrzeugverkehr ist nämlich an die Schaltungen der nachfolgenden Lichtsignalanlagen (Lindenstraße, Wunstorfer Straße) gekoppelt.

Das Programmieren von Ampeln ist allgemein ein sehr komplexer Vorgang. Die Signaltechnische Untersuchung für die neue Ampel umfasst 61 Seiten diverser Schalt- und Räumzeitenberechnungen, Abstandsmessungen  und eine Unverträglichkeitsmatrix.


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