Bürgermeister Uwe Sternbeck unterschreibt mit Robin Heidel (mitte) und Carsten Hense (links) von der Firma Goldbeck Public Partner die Verträge.

Erster Spatenstich des Feuerwehrzentrums

Bürgermeister Uwe Sternbeck hat zusammen mit dem Regionspräsidenten Hauke Jagau den ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrzentrum vorgenommen. Das Großprojekt soll Ende 2020 bezugsfertig sein.

Der Bau ist von immenser Bedeutung für das Neustädter Land. Er umfasst den Neubau der Schwerpunktfeuerwehr der Stadt Neustadt a. Rbge. und den Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ). Der Gebäudeteil der FTZ wird von der Region Hannover langfristig angemietet. Einige Räume und Einrichtungen des neuen Feuerwehrzentrums werden von der Stadt Neustadt a. Rbge. und der Region Hannover gemeinsam genutzt. Insgesamt beträgt die gesamte Bruttogeschossfläche 8.750 m², davon entfallen auf die Stadt Neustadt ca. 5.100 m². Der neue Schlauchtrocknungs- und Übungsturm wird 25 Meter hoch sein.

Der Baufortschritt lässt sich hier verfolgen.

Die Realisierung des Projektes ist in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) als Inhaber-Modell mit den Bestandteilen Planung, Bau, Zwischenfinanzierung und technischem Gebäude-management für 30 Jahre vorgesehen.

Den Auftrag dazu hat am 25. Oktober 2018 die Fa. Goldbeck Public Partner (GPP) erhalten.

Die Funktionsbereiche im Feuerwehrzentrum gestalten sich wie folgt:

Feuerwehr Neustadt a. Rbge.

  •  Schwerpunktfeuerwehr Neustadt mit diversen Funktionen wie Fahrzeughalle (19 Einstellplätze), Einsatzabwicklung, Stabsbereich und verschiedenen Werkstätten, Alarm-, Betriebshof und einer Stellplatzanlage außen
  • Büro für den Stadtbrandmeister
  • ·Übungshof mit diversen Einrichtungen

Region Hannover

  • Feuerwehrtechnische Zentrale mit einer Fahrzeughalle (8 Einstellplätze), diverse Werkstätten, einen Schlauchtrocknungsturm und verschiedene Schulungsbereiche sowie den Alarmhof, Betriebshof und Stellplatzanlagen außen
  • Tierseuchenlogistikzentrum

Ferner ist zur gemeinsamen Nutzung durch die Stadt Neustadt a. Rbge. und die Region Hannover vorgesehen:

  • Schulungszentrum
  • Übungsturm
  •  LKW Waschhalle

Die reinen Baukosten belaufen sich auf 20,5 Millionen Euro. Etwa 9 Millionen Euro werden Außenanlagen, Stellplätze, feuerwehrspezifische Technik und Übungseinrichtungen, Werkstatteinrichtungen und Möbel sowie Planungsleistungen kosten.

Dieses Auftragsvolumen wird aufgeteilt: Auf die Stadt Neustadt entfallen 16,9 Millionen Euro und auf die Region Hannover 12,3 Millionen Euro.

Zusätzlich wurde das technische Gebäudemanagement des Hauses für 30 Jahre mit beauftragt. Hierin enthalten sind neben den Instandhaltungsleistungen auch Personalleistungen und Leistungen für Wartung und Inspektion. Das Auftragsvolumen beläuft sich für die Stadt und die Region zusammen auf 11 Millionen Euro in 30 Jahren.

Historie:

Bereits im Jahr 2010 wurde festgestellt, dass ein neues Schwerpunktgerätehaus für Neustadt gebaut werden muss. Die Aufstellung einer leistungsfähigen Feuerwehr ist gesetzliche Pflicht der Gemeinde. Das vorhandene Gebäude entspricht weder den DIN Normen noch den Anforderungen an Sicherheitsbestimmungen (z. B. Arbeitsstättenverordnung / Unfallver-hütungsvorschriften). Ein Neubau war daher unumgänglich. 

Der Bürgermeister wurde beauftragt, den Raumbedarf und den Standort für das neue Gerätehaus zu ermitteln. In einem ausführlichen Vergleichsverfahren wurde schließlich der Standort „Nienburger Str. Nord“ als geeignet festgestellt. Schließlich wurde der Raumbedarf für ein Feuerwehrgerätehaus angepasst, im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Ratsfraktionen, der Freiwilligen Feuerwehr und der Verwaltung abgestimmt und 2014 vom Rat der Stadt beschlossen.

Die Standortwechselentscheidung löste bei der Region Hannover, die Eigentümerin des un-mittelbar angrenzenden Grundstücks an der Lindenstraße ist und dort eine von insgesamt drei Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) betreibt, Erweiterungsüberlegungen aus, um die Be-triebs- und Zukunftsfähigkeit der FTZ Neustadt zu gewährleisten. Im Ergebnis hat sich die Region nach Abwägung der Alternativen für die Neubauvariante entschieden. So entsteht nun ein gemeinsames Feuerwehrzentrum als optimale Lösung.

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