Dritte Verlegung von Stolpersteinen in Neustadt

Am Dienstag, 25. September, verlegt der Künstler Gunter Demnig weitere 7 Stolpersteine in der Neustädter Innenstadt. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Wallstraße (Nr. 3), dann gehen alle Anwesenden gemeinsam weiter zur Leinstraße 21.

Am Dienstag, 25. September, verlegt der Künstler Gunter Demnig weitere 7 Stolpersteine in der Neustädter Innenstadt. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Wallstraße (Haus Nr. 3), dann gehen alle Anwesenden gemeinsam weiter zur Leinstraße 21. Begleitet wird der Künstler dabei von politischen Vertretern der Stadt und einer Schülergruppe des Gymnasium Neustadt, die sich auch an der Ausstellung „Jüdisches Leben in Neustadt am Rübenberge“ zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome beteiligen.

An der Wallstraße 3 werden Stolpersteine für Edith, Günter, Hermann und Johanna Birkenruth sowie Albert Wildau verlegt. Das Haus der Familie Birkenruth wurde während der Pogromnacht geplündert, zahlreiche Wertgegenstände gestohlen. Hermann Birkenruth, Mitglied der Synagogengemeinde, wurde verhaftet und später in das KZ Buchenwald deportiert. Nach seiner Entlassung gelang der Familie 1939 die Flucht nach England.

Albert Wildau, der im Haus der Familie Birkenruth wohnte, zog nach der Pogromnacht zunächst zu Angehörigen, dann nach Hannover, wo die Familie im Judenhaus in der Bergstraße wohnen musste. Am 15. Dezember 1941 wurde Albert Wildau gemeinsam mit seiner Frau Johanna und ihren Kindern im Bikernieki-Wald bei Riga ermordet.

An der Leinstraße 21 weisen künftig Stolpersteine auf die Schicksale von Erich und Gertrud Meinrath hin. Während der Pogromnacht wurde Erich Meinrath, Mitglied der Synagogengemeinde, verhaftet und später ins KZ Buchenwald deportiert. Seine Schlachterei war bereits 1935 "arisiert" worden. Nach der Haftentlassung lebte das Ehepaar in Hannover im "Judenhaus" in der Lützowstraße. Am 15. Dezember 1941 wurden Erich und Gertrud Meinrath nach Riga deportiert und dort am 1. Januar 1943 ermordet.

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