Kilian Voß (von links), Andreas Damm, Hannes Joksch und Jörg Martens sind für den städtischen Winterdienst vorbereitet.

Der städtische Winterdienst ist vorbereitet

Der Bauhof hat seinen Fuhrpark mit Schneepflügen und Streutellern ausgerüstet.Wenn nötig, rücken diese um 4 Uhr aus, um die Gemeindestraßen von Eis und Schnee zu befreien.

Die Schneepflüge und Schaufeln stehen bereit, die Fahrzeugflotte ist aufgerüstet und das Streulager gefüllt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Neustadt am Rübenberge sind auf Schnee, Eis und Glätte vorbereitet. Mit Beginn der kalten Jahreszeit startet für sie der Winterdienst.

In den vergangenen Wochen wurde der winterdiensttaugliche Fuhrpark mit Schneepflügen und Streutellern ausgerüstet. Zum Einsatz sind sie bisher zwar noch nicht gekommen, könnten aber jederzeit ausrücken. Auch wenn das Neustädter Land bisher von Eis und Schnee verschont worden ist, hat es bereits nächtlichen Bodenfrost gegeben. „Wir fahren jetzt regelmäßig nächtliche Kontrollen und müssen mit überfrierender Nässe rechnen. So richtig los geht es aber erfahrungsgemäß erst im Januar“, sagt Jörg Martens, Leiter des städtischen Bauhofes.

In der Bereitschaft stehen neben einem schweren Fahrzeug, vier Traktoren und ein Pritschenwagen bereit. Bei Bedarf können zwei weitere Großfahrzeuge dazu genommen werden. Wenn nötig, rücken die Streu- und Räumfahrzeuge ab 4 Uhr aus, um die städtischen Straßen und Plätze von Schnee und Eis zu befreien und befahrbar zu halten. Dafür stehen rund 200 Tonnen Streusalz und 80 Tonnen Lava-Granulat zur Verfügung.

Die städtischen Straßen, Wege und Plätze werden nach einer festgelegten Prioritätenliste abgearbeitet. Zunächst werden viel befahrene Straßen wie beispielsweise die Leinstraße oder die Lindenstraße geräumt. Auch in der Fußgängerzone und rund um die Schulen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes frühzeitig im Einsatz. Danach folgen die Arbeiten an weniger stark befahrenen Straßen in der Kernstadt und in den Ortsteilen.

„Für die Kolleginnen und Kollegen vom Bauhof ist der Winterdienst ein personeller und logistischer Kraftakt“, sagt Bürgermeister Dominic Herbst. „Bei der Größe des Neustädter Landes und 280 städtischen Straßenkilometern können sie nicht überall gleichzeitig sein. Ich bitte um Verständnis, dass nicht alle Nebenstraßen umgehend geräumt werden können.“

Insgesamt stehen dem Bauhof 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Winterdienst zur Verfügung. Je Schicht sind acht Personen im Einsatz. In den Ortschaften werden sie von den Ortsvertrauenspersonen unterstützt.

Für den Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen ist die Straßenmeisterei Berenbostel zuständig, die Kreisstraßen werden von den zur Region Hannover gehörenden Straßenmeistereien Burgwedel und Ronnenberg geräumt. Stadt, Region und Land arbeiten dabei Hand in Hand. „Unsere Räumfahrzeuge stellen ja zwischen Neustadt und Stöckendrebber nicht automatisch den Dienst ein, wenn sie über eine Landesstraße fahren“, sagt Martens.

In jüngerer Vergangenheit blieb das Neustädter Land zum Glück von heftigen Wintereinbrüchen weitestgehend verschont. Momentan sieht es zwar auch noch nicht nach Schnee aus, genau vorhersagen kann das aber niemand. Der meteorologische Winter hat ja gerade erst begonnen. „2010 und 2011 waren die letzten harten Winter. Damals waren wir einige Zeit fast rund um die Uhr um Einsatz“, erinnert sich Martens.

Wichtig: Grundstückseigentümer oder Wohnungsberechtigte sind verpflichtet, im Winter die öffentlichen Wege vor ihren Grundstücken zu räumen. Gemäß Straßenreinigungssatzung und -verordnung der Stadt Neustadt müssen Geh- und Radwege von 7.30 Uhr bis 21 Uhr freigehalten werden. Der freigeräumte Weg muss mindestens 1,50 Meter breit sein. Zum Bestreuen sollte Sand, Splitt oder Asche verwendet werden. Nur auf Treppen und Rampen ist die Verwendung auftauender Mittel wie Salz gestattet.

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