Gespräche mit der DB Netz AG bringen Fortschritt

In Gesprächen mit der DB Netz AG über die Aufhebung der Bahnübergänge Himmelreich und Eilvese konnte der Zeitplan konkretisiert werden.

Die Aufhebung aller sieben höhengleichen Bahnübergänge im Neustädter Land ist eines der Schlüsselvorhaben der Stadt Neustadt am Rübenberge. Die hochfrequentierte Nutzung des Gleisnetzes durch Personen- und Güterzüge führt zu Schrankenschließzeiten von bis zu 14 Stunden täglich und macht allen Verkehrsteilnehmenden das Leben schwer.

Die Region Hannover plant federführend die Aufhebung der Bahnübergänge Bahnhofstraße (K336) und Moordorfer Straße (B442) in Poggenhagen. Die Fertigstellung der Entwurfsplanung ist für Ende des Jahres vorgesehen. Im Anschluss kann das ungefähr zweijährige Planfeststellungsverfahren beginnen. Die Vertreter der DB Netz AG haben noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass an der üblichen Zeitplanung von ungefähr drei Jahren vom Planfeststellungsbeschluss bis zu einer möglichen Sperrpause bei diesem Vorhaben festgehalten werden muss. „Diese Zeit kann aber genutzt werden, um Ausführungsplanung, EU-Ausschreibung der Bauleistungen und alle baulichen Maßnahmen bis auf das Brückenbauwerk selbst durchzuführen“, erläutert Christoph Neißner, Sachgebietsleiter Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke der Stadt.

Parallel zu diesem Vorhaben wird nun auch die Planung für den Bahnübergang in Himmelreich vorangetrieben. Vorgesehen ist hier eine Brücke über die Bahngleise. Wegen des verkehrlichen Zusammenhangs soll in diesem Zuge außerdem der Bahnübergang Eilvese umgebaut werden. Vertreter der DB Netz AG, der Leiter der Landesstraßenbaubehörde Hannover, Friedhelm Fischer, sowie Bürgermeister Uwe Sternbeck haben vereinbart, dass die Stadt eine Planungsvereinbarung auf den Weg bringt, auf deren Grundlage die DB Netz AG die Vorplanungen für die Bauvorhaben Himmelreich und Eilvese veranlasst.

Abstimmungsgespräche zu einer gemeinsamen Planungsvereinbarung zur Aufhebung des Bahnübergangs Siemensstraße werden im Frühjahr stattfinden. Hier soll – wie auch in Himmelreich und Eilvese – von dem Angebot der DB Netz AG Gebrauch gemacht werden, auf vorhandene Planungsleistungen zurückzugreifen.

„Ich bin mehr als optimistisch, dass nach jahrzehntelangen Ideen und Verkehrskonzepten die Beseitigung der Bahnübergänge im Neustädter Land näher rückt. Wunder dürfen aber nicht erwartet werden. Es handelt sich um komplexe Vorhaben und Genehmigungsverfahren, die zusätzlich auf einen ausgelasteten Markt treffen.“ so Sternbeck.

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