Neues Rathaus: Verwaltung legt Ausschreibung vor

Die Verwaltung hat die Vorbereitungen zur Ausschreibung für den Rathaus-Neubau abgeschlossen. Die Vorlage (2018/268) liegt nun den Gremien vor. Stimmt der Rat dem umfangreichen Werk zu, kann die europaweite Ausschreibung  gestartet werden.

Im Frühjahr 2020 soll der Auftrag zum Bau des Rathauses vergeben werden. Das Vergabeverfahren ist ein ÖPP (Öffentlich-Private Partnerschaft)- Bieterverfahren wird in zwei Stufen ablaufen. Angesprochen sind Architekten und Bauunternehmen, die sich als Bietergemeinschaft bewerben können. Vor den eigentlichen Vergabeverhandlungen steht ein Architektenwettbewerb, bei dem der beste Entwurf ausgewählt wird. Errichtet wird ein vierstöckiger Neubau plus Untergeschoss auf einer 7600 Quadratmeter großen Fläche zwischen Marktstraße, Herzog-Erich-Allee, Lindenstraße und am Kleinen Walle.

Die zusammen mit einem externen Berater-Team sowie einer Rechtsanwaltskanzlei erarbeiteten Ausschreibungsunterlagen umfassen fast 1500 Seiten. Die Bewertung der Bieterangebote soll anhand einer detaillierten Bewertungsmatrix erfolgen. Dafür wurde bereits eine Jury aus Experten benannt, die als Fachpreis- und Sachpreisrichter fungieren.

„Ich bin gespannt auf die Entwürfe. Durch das Rathaus wird die Innenstadt im Süden deutlich weiter aufgewertet. Es ist eine kluge Entscheidung des Rates zuerst die Architektur bewerten zu lassen“, so Bürgermeister Uwe Sternbeck.  

Ungefähr 1640 Quadratmeter sind als Einzelhandelsflächen vorgesehen. Diese Räumlichkeiten sowie die 2200 Quadratmeter große Tiefgarage sollen an die Wirtschaftsbetriebe vermietet und von dort vermarktet beziehungsweise bewirtschaftet werden.

Weitere 4320 Quadratmeter stehen insgesamt  274 Mitarbeitern zur Verfügung. Diese Fläche wurde von der ersten Planung bis zum Ende um fast 1000 Quadratmeter verkleinert, da vor allem Archivräume aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung wegfallen und moderne Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle wie Home Office (Heimarbeitsplätze)  oder Desksharing (Flexibles Büro) Berücksichtigung fanden.

„Während sämtlicher Gespräche zum Projekt steht für mich immer an erster Stelle, dass die Verwaltung dringend in einem Rathaus zeitgemäß und für die Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar untergebracht werden muss. Die über das Stadtgebiet verteilten jetzigen Standorte haben den Zenit deutlich überschritten und sind nie als Stadtverwaltungsgebäude geplant gewesen. Ihr Weiterbetrieb ist unwirtschaftlich und ökologisch unsinnig“, betont der Bürgermeister. .

Energetisch wird der neue Gebäudekomplex  im Sinne der Nachhaltigkeit mit einem sehr  effizienten Wärme-/Kältenetz über Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung versorgt. Dies soll im Rahmen einer Energetischen Quartierssanierung erfolgen, so dass auch umliegende Gebäude wie beispielsweise die Musikschule, der frei werdende jetzige Standort der Feuerwehr und weitere zukünftig verfügbare Grundstücke im Umfeld des Rathauses mit einbezogen werden können.

Die Beschlussvorlage geht nun zunächst am 29. Januar 2019 in den Ortsrat der Kernstadt und in den Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss, der diesmal in der Mensa der Leineschule tagt. Im Anschluss daran berät der Verwaltungsausschuss darüber. Sofern sich nicht weiterer Beratungsbedarf ergibt, könnte über die Beschlussvorlage am 7. Februar 2019 abschließend vom Rat entschieden werden.

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