Die Kita Löxterzwerge in Stöckendrebber soll erweitert werden.

Verwaltung will Kita in Stöckendrebber erweitern

Die Stadtverwaltung arbeitet kontinuierlich daran, die Zahl der Kinderbetreuungsplätze auszubauen. So soll unter anderem die Kita Stöckendrebber zu einer Einrichtung mit zwei Gruppen ausgebaut werden.

In den kommenden Tagen werden die Neustädter Eltern, die sich für einen Platz in den Kinderbetreuungseinrichtungen beworben haben, informiert, ob sie die gewünschten Plätze für ihren Nachwuchs bekommen oder nicht. Vor allem für Eltern, die berufstätig und auf Kinderbetreuung angewiesen sind, ist eine drohende Absage des Wunschplatzes ein großes Problem. Dies zeigte sich während der gestrigen Sitzung des Rates. Mehrere Elterninitiativen waren vor Ort und baten die Mitglieder des Rates darum, für ausreichende Plätze zu sorgen. So äußerten sich gleich mehrere Elternvertreter aus Stöckendrebber während der Bürgerfragestunde zur Situation in dem Stadtteil. In Stöckendrebber haben Eltern mehr als zehn Kinder für das kommende Jahr angemeldet. In der  Einrichtung wird derzeit eine altersgemischte Gruppe betreut. Mehr als zehn zusätzliche  Plätze sind  nicht vorhanden. Die Verwaltung wird sich aber bemühen, dort Abhilfe zu schaffen und die Einrichtung um eine zweite Gruppe zu erweitern. "Die Stadt Neustadt ist bereit eine zweigruppige Kita in den Räumen der Dorfgemeinschaft Stöckendrebber zu betreiben, sofern es zu einer Einigung über einen Mietvertrag zwischen den Vertragsparteien kommt und der Rat der Stadt zustimmt", erklärt Bürgermeister Uwe Sternbeck. Er sei optimistisch, dass eine zeitnahe Lösung realisiert werden könne.

"Unser Bestreben ist, dass alle Kinder im Stadtgebiet in den Genuss einer adäquaten Kinderbetreuung kommen", betont der Bürgermeister. Die Kolleginnen und Kollegen vor allem des Fachdienstes Kinder und Jugend arbeiten  Tag für Tag daran, dies zu gewährleisten. Dennoch werden in diesem Jahr zunächst viele Eltern eine Absage für ihren Wunschplatz erhalten. Dies hat mehrere Gründe und bedeutet nicht in jedem Falle, dass die betroffenen Kinder gar keinen Platz bekommen. "In den kommenden Monaten kann sich die Situation deutlich ändern", sagt Bürgermeister Uwe Sternbeck. So  ist die Verwaltung mit einer Änderung des Schulgesetzes konfrontiert: "Es werden zur Zeit noch Kindergartenplätze freigehalten, weil Eltern von schulpflichtig werdenden Kindern bis zum 1. Mai eines jeden Jahres entscheiden dürfen, ob die Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September eines Jahres geboren, in der Kita verbleiben, oder eingeschult werden. Dies betrifft in Neustadt etwa 100 Kinder", sagt Fachbereichsleiterin Martina Wilhelms. Sie betont, dass allein dieser Umstand im Laufe des Jahres noch zu massiven Veränderungen auf der Warteliste führen wird. "Die Situation ist nicht so dramatisch, wie einige Eltern dies eventuell wahrnehmen", so Wilhelms. Die Stadtverwaltung arbeitet außerdem kontinuierlich daran, weitere Betreuungsplätze zu schaffen.

In dem kommenden Monaten werden folgende Einrichtungen ausgebaut: Kita Scharrel, Kita Eilvese, Kita der AWO, Kita Auengärten und Kita Ratzenspatz. "Zusätzlich sind weitere Projekte in Planung, die aber noch der Abstimmung mit dem jeweiligen Träger, der Aufsichtsbehörde und dem Rat der Stadt Neustadt a. Rbge. bedürfen", so Wilhelms. Beim Ausbau ist die Stadt allerdings mit dem großen Problem des Fachkräftemangels konfrontiert. "Wie in allen anderen Kommunen auch haben wir Probleme Betreuungspersonal einzustellen. Der Fachkräftemarkt ist so gut wie leer", erklärt der Erste Stadtrat Maic Schillack.

Eltern, die in den kommenden Wochen Absagen für ihre Wunscheinrichtung erhalten, können sich beim Familienservicebüro der Stadtverwaltung melden. Dort können das weitere Vorgehen besprochen und Möglichkeiten erörtert werden.

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