Mayors for Peace: Städte sind keine Zielscheiben

Am 8. Juli setzen jedes Jahr bundesweit Bürgermeister ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Auch Bürgermeister Uwe Sternbeck appelliert heute mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Die Flagge wird vor dem Verwaltungsgebäude an der Nienburger Straße 31 gehisst. In diesem Jahr steht der so genannte Flaggentag der Mayors for Peace für den dringenden Appell an die Bundesregierung, sich für den Erhalt des INF-Vertrages (Intermediate Range Nuclear Forces), eines bedeutsamen Abrüstungs- und Rüstungskontrollvertrages, einzusetzen. Im Februar haben die USA den INF-Vertrag gekündigt, Russland seine Vertragspflichten suspendiert. Die Folgen der Aussetzung dieses für die Sicherheit in Europa so wichtigen Vertrages sind noch nicht absehbar.

"Wir, die Bürgermeister für den Frieden, sind sehr besorgt, dass anstelle eines Abrüstens ein neuer Wettlauf um neue, technisch aufgerüstete Atomwaffen Fahrt aufzunehmen scheint. In aktuellen weltpolitischen Entwicklungen nehmen Nationalismus und Abschottung einen größeren Raum ein. Das führt dazu, dass militärische Lösungen wieder in den Vordergrund rücken. Deshalb ist es so wichtig, mit dem Flaggentag jedes Jahr darauf hinzuweisen, wie wichtig eine atomwaffenfreie Welt ist", sagt Bürgermeister Uwe Sternbeck.

Mehr als 300 Städte und Gemeinden in Deutschland verfügen bereits über eine Mayors for Peace Flagge und können sich am gemeinsamen Flaggentag beteiligen. Veranstaltungen und Aktionen mit lokalen Friedensgruppen oder Schulen unterstützen das Anliegen der Mayors for Peace, eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen.

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