„Handelt jetzt oder schwimmt später“: Zwei Schülerinnen zeigen Flagge für eine bessere Klimapolitik

Die großen "Fridays for Future"-Proteste schwappten heute im Kleinen auch nach Neustadt am Rübenberge.

Die „Fridays for Future“-Bewegung ist in aller Munde: Seit Greta Thunberg im letzten August entschieden hat freitags in den Streik für den Klimaschutz zu gehen, haben sich in vielen Ländern Schülerinnen und Schüler diesem Protest angeschlossen. Eine weltweite Bewegung ist entstanden. Auch am heutigen Freitag wurde zu Protesten aufgerufen. Demonstrationen in über hundert Ländern waren angekündigt, allein in Deutschland wollten in über 200 Städten Schülerinnen und Schüler auf die Straße gehen. Die großen Proteste konzentrieren sich allerdings auf die größeren Städte. Aber davon ließen sich zwei junge Neustädterinnen nicht abhalten: Trotz des wenig demonstrationsfreundlichen Wetters liefen Yavana (11) und Nadeschda (10) über Stunden mit selbstgemalten Plakaten die Nienburger Straße auf und ab, um von Politik wie Bürgern mehr Einsatz für den Erhalt des Planeten zu fordern.

Bürgermeister Uwe Sternbeck ließ es sich dann auch nicht nehmen, die beiden für eine kleine Aufwärmpause in sein Büro zu bitten. Direkte Forderungen an den Kommunalpolitiker brachten die Fünftklässlerinnen noch nicht mit, berichteten aber, dass ihnen das Thema in der Schule nicht ausreichend Beachtung fände. Sternbeck erzählte den beiden, was die Stadtverwaltung für den Klimaschutz tut oder plane. Er ließ aber auch nicht aus darauf hinzuweisen, dass es auch an den Bürgerinnen und Bürgern sei, das eigene Verhalten zu überdenken. Das konnten die beiden nachvollziehen, ihr Appell richtete sich so auch nicht nur an die Politik, sie hielten Ihre Forderungen auch Passanten und insbesondere passierenden Autofahrern entgegen. Bürgermeister Sternbeck freute sich über das Engagement der Schülerinnen und nahm aus dem Gespräch mit, dass die gemeinsamen Klimaschutzprojekte zwischen Stadt und Schulen wieder stärker gepflegt und neu beworben werden sollten.

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