Verkehrskoordinator Benjamin Gleue (von links), Bürgermeister Dominic Herbst und Fachbereichsleiter Jörg Homeier befahren mit dem Rad die Grünwegeverbindung.

"Lücke" in Radwegeverbindung soll geschlossen werden

Fehlendes Teilstück an der Ahnsförth soll im kommenden Jahr im Zuge einer Kanalbaumaßnahme in der Breslauer Straße  asphaltiert werden.

Die Grünwegeverbindungen „Ahnsförth“ und „Kleiner Tösel“ verbinden die Baugebiete im Norden der Kernstadt mit der Landwehr und haben sich in den vergangenen Jahren zu zwei der beliebtesten Nord-Süd-Radwegeverbindungen im Stadtgebiet entwickelt. Um die Attraktivität dieser Wege für Radfahrer und Fußgänger weiter zu erhöhen und sie von Pfützen und Schlaglöchern zu befreien, hat der Fachdienst Stadtgrün jüngst beide Wege mit einer etwa zwei Zentimeter dünnen Deckschicht, einer so genannten Tränkdecke, befestigt.

Leider war es in diesem Zuge nicht möglich, zeitnah auch eine technisch einwandfreie Lösung für ein etwa 45 Meter langes Teilstück zu realisieren, das sich zwischen dem asphaltierten Bereich der Straße Ahnsförth und der dortigen Grünwegeverbindung befindet. Weil dort – anders als auf dem befestigten Grünweg – regelmäßig Kraftfahrzeugverkehr stattfindet und eine Tränkdecke diesen nicht aufnehmen kann, ist auf diesem Abschnitt ein umfangreicher Ausbau mit einer tragfähigen Asphaltierung notwendig. Ein solches Projekt ist deutlich aufwendiger in der Planung und teurer als die Herstellung einer Tränkdecke und muss gesondert beauftragt werden.

Nun aber bietet sich die Möglichkeit, das Teilstück im Zuge einer anderen Maßnahme im kommenden Jahr fachgerecht auszubauen und somit den Lückenschluss der befestigten Ahnsförth-Radwegeverbindung herzustellen. Weil der ABN nächstes Jahr die Kanäle in der benachbarten Breslauer Straße sanieren lässt, wird dort ohnehin ein Asphaltfertiger im Einsatz sein. Im Zuge dieser Bauarbeiten könnte das fehlende Teilstück der Straße Ahnsförth mit ausgebaut werden. Die Verknüpfung beider Maßnahmen hat den Vorteil, dass der Ausbau kostengünstiger realisierbar ist, als den Asphalteinbau für den 45-Meter-Bereich allein auszuschreiben.

Zum Hintergrund: Anders als auf den Grünwegeverbindungen findet im erwähnten Teilstück regelmäßig Fahrzeugverkehr statt. Die im dortigen Bereich angelegten Parkplätze werden täglich von Besuchern der Micheal-Ende-Schule genutzt und haben für die Schulweg- und Verkehrssicherheit rund um das Schulgelände eine wichtige Bedeutung. Ohne die Stellplätze würde sich der zu den Bring- und Abholzeiten ohnehin bereits hohe Parkdruck in der Straße Ahnsförth, dem dortigen Kreisverkehr sowie der davon abgehenden Breslauer Straße weiter verschärfen. Eine Aufhebung der Parkplätze, beispielsweise durch eine Versetzung der Poller bis zum Beginn des asphaltierten Bereichs der Straße, wäre somit nicht zielführend gewesen. Dieses erfordert aber einen entsprechenden Ausbaustandard, den die mit einer Tränkdecke versehenen Grünwegverbindungen nicht bieten.

Da eine derartige Maßnahme in diesem Jahr aber – nicht zuletzt aufgrund nicht vorhandenen Budgets – nicht möglich war, haben die beteiligten Fachdienste Stadtgrün und Tiefbau nach Abwägung aller Möglichkeiten einen Kompromiss im Sinne von Auslastung, Nutzungsintensität, Kosten und zu erwartenden Belastungen getroffen, der für die Stadt am wirtschaftlichsten ist. Dieser Kompromiss sah vor, das Teilstück vorerst nicht auszubauen.

Nun bietet sich aber die oben erwähnte Möglichkeit, den Lückenschluss doch relativ zeitnah und ohne größeren Aufwand herzustellen.

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