Virenbefall: Stadt geht vom Netz

Die Stadtverwaltung ist weiterhin nur eingeschränkt arbeitsfähig. Bis Freitag, 13. September, bleiben die Computer offline.

Wichtiger Hinweis

Nachdem die Stadtverwaltung Opfer eines Trojaner-Angriffs geworden ist, werden Geschäftspartner gebeten, sehr vorsichtig mit elektronischen Dokumenten umzugehen, die vermeintlich von Mitarbeitern oder Abteilungen der Verwaltung stammen. Seit Freitag, 6. September, sind alle Systeme offline. Mails die nach diesem Datum mit der Kennung @neustadt-a-rbge.de versendet wurden, stammen nicht von der Verwaltung und sollten sofort ungelesen gelöscht werden.

Das EDV-System der Stadt ist Opfer eines Emotet-Trojaners geworden. Das Schadprogramm wird über Spam-Kampagnen verteilt und stellt eine akute Bedrohung für Unternehmen, Behörden und Privatanwender dar. Emotet ist eine der langlebigsten und professionellsten Cybercrime-Kampagnen der vergangenen Jahre. Die Verwaltung hat Anzeige erstattet. Experten des LKA sind informiert.  

In der Verwaltung arbeiten IT-Experten seit Freitag mit Hochdruck daran, die Systeme wieder in Betrieb zu nehmen. Dabei ist Sicherheit höchste Priorität. "Wir werden nach einer umfangreichen Schadensanalyse unsere Computer nach und nach wieder in Betrieb nehmen", erklärt Bürgermeister Uwe Sternbeck. Das IT-Team der Verwaltung arbeitet mit Unterstützung von externen Computerexperten unermüdlich daran, Daten zu sichern, Server herunter- und wieder hochfahren sowie Software neu aufzuspielen. Das Rathauspersonal ist deshalb bis Freitag nur telefonisch erreichbar. Mitarbeiter können weder E-Mails versenden noch empfangen.

Die Zulassungsstelle bleibt in dieser Woche geschlossen. Kunden werden gebeten, auf die Zulassungsstellen in Wunstorf sowie der Wedemark auszuweichen. Im Stadtbüro sind die Mitarbeiter vor Ort, erteilen Auskünfte, können allerdings keine Anträge entgegen nehmen. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Anliegen per Telefon oder persönlich vorzutragen. "Wir versuchen, alle Probleme möglichst zeitnah zu lösen. Dabei unterstützen uns nicht nur Experten der HannIT sondern auch die Kolleginnen und Kollegen der Nachbarkommunen", so Sternbeck weiter. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Computersysteme am kommenden Montag, 16. September, wieder einsatzbereit sind.

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