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FAQ - Die häufigsten Fragen

Hier finden Sie eine Übersicht zu den häufigsten Fragen rund um das Thema Rathausstandort und die Antworten aus der Stadtverwaltung.

In der aktuellen öffentlichen Debatte finden sich zahlreiche Fragen und Themen wieder, bei denen es große Unsicherheiten hinsichtlich des aktuellen Sachstandes gibt. An dieser Stelle tragen wir diese einmal zusammen und beantworten die Fragen bzw. erläutern die öffentlich diskutierten Thesen und geben dazu einen aktuellen Sachstandsbericht.

  • "Ist ein Neubau an der Markstr.-Süd wirklich teurer als die Sanierung und Erweiterung der Nienburger Str.?"

    Ein zentrales Argument der Initiatoren des Bürgerentscheids sind die Kosten. Im Abstimmungstext des Bürgerbegehrens werden die Kosten für einen Rathausneubau an der Marktstraße-Süd mit 12,42 Mio Euro beziffert, die Kosten für die Erweiterung des Verwaltungsstandortes Nienburger Straße dagegen würden sich auf knapp 9,1 Mio EURO belaufen.

    Diese Zahlen wurden in einer Beschlussdrucksache aus dem Jahr 2013 (DS 2013/277) genannt, die dem Rat am 12. Dezember 2013 zur Abstimmung vorgelegt wurde. In dieser Drucksache ist ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass die Kostenschätzung damals den "derzeitigen Planungsstand" widerspiegeln.

    Die Zahlen sind damit zum heutigen Zeitpunkt im Jahre 2018, also nach sechs Jahren, überholt. Hinzu kommt, dass die damaligen Kostenschätzungen lediglich die Kostengruppen "Rohbau" und "Gebäudetechnik" umfassen. Weitere wichtige Kostengruppen, wie bspw. "Innenausstattung", "Außengelände, inkl. Parkplatzflächen" etc. sind zu diesem Zeitpunkt nicht oder nicht vollständig mit berücksichtigt worden.

    Fest steht jedoch das Anforderungsprofil an ein neues Rathaus, welches das Fach- und Sachgremium in Form einer Zieleliste dem Rat vorgelegt hat. Dieses wurde für den Standort Markstr.-Süd erstellt, ist aber auch in den Punkten, die nicht im städtebaulichen Kontext stehen, für die Nienburger Str. gültig. Denn auch hier müsste ein zukunftsfähiger Verwaltungsbau den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und Regelungen entsprechen. Auch der Raum- und Flächenbedarf, der sich u.a. aus der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herleitet, ist ja für beide Standorte gleich.

    Es kann daher nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass die Markstr.-Süd wirklich teurer ist. Dies ist lediglich eine Vermutung, die sich - wie oben beschrieben - auf veraltete Zahlen und Pläne stützt.

  • "Warum sagt die Stadt nicht, was die Sanierung und Erweiterung der Nienburger Str. heute kosten würde?"

    Mit dem Ratsbeschluss vom 12. Dezember 2013, der die Markstr.-Süd als zukünftigen Standort festgelegt hat, wurden keine weiteren Planungen mehr für die Nienburger Str. verfolgt. Demnach liegt für den Standort Nienburger Straße zum jetzigen Zeitpunkt keine vollständige und keine aktuelle zum Vergleich geeignete Kostenschätzung vor.

    Weil der Rat die Entscheidung für den Standort Marktstraße-Süd getroffen hatte, gibt es für den aktuellen Verwaltungssitz an der Nienburger Straße keine über die Vorentwurfsstudie von 2013 hinausgehenden Planungen. Hier sieht der bereits 2007 erarbeitete Entwurf ganz konkret eine Erweiterung der bestehenden Nord- und Ostflügel um einen Süd- und Westflügel vor. Nach dem Bezug des Neubauabschnittes sollten die bestehenden Nord- und Ostflügel substanziell (Mauerwerk, Feuchtigkeit, Fenster, Dach), energetisch (Dämmung, Heizung/Kühlung) und technisch (Lüftung, Elektro, Medien, IT, Sicherheit, etc.) saniert und aufgestockt werden.

    Der derzeitige Gebäudezustand des Komplexes Nienburger Straße/Memeler Straße ist jedoch in einem baulichen, energetischen und technischen Zustand, der mindestens eine Kernsanierung notwendig macht. Zusätzlich müssen die Räumlichkeiten auf ihren Zuschnitt überprüft und ggf. geändert und angepasst werden.

    Um dazu eine aktuelle Kostenschätzung zu erzeugen, müsste eine genaue Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz und Raumstruktur am Standort Nienburger Straße/Memeler Straße erfolgen. Dann müssten die daraus folgenden baulichen Maßnahmen abgeleitet und mit Kosten versehen aufgelistet werden. Anschließend könnte dazu entschieden werden, ob die Sanierung substanziell, räumlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

  • "Was genau ist denn mit dem ehemaligen Kaufhaus an der Markstr. geplant?"

    Dieses Gebäude wurde 2015 von einem privaten Investor gekauft und wird zur Zeit umgebaut. Noch in diesem Jahr eröffnet dort die Modekette "H&M" eine Filiale. Dieses Gebäude ist in den Planungen für einen Rathausstandort an der Markstr.-Süd nicht enthalten.

  • "Die Verwaltung plant und baut sich selbst einen 'Prachtbau'."

    Die Stadt plant gemeinsam mit Bürgern, externen Beratern und der Politik ein funktionales Gebäude, das den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung barrierefreien Zugang bietet und alle Anlaufstellen der Verwaltung an einem zentral gelegenen und gut erreichbaren Standort vereint. Dazu entspricht der Neubau den heute erforderlichen Standards und sorgt dafür, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den nächsten 10 bis 20 Jahren gesunde Arbeitsbedinungen zur Verfügung stehen.

    Welche Funktionen und Anforderungen das Gebäude erfüllen muss, hat das Fach- und Sachgremium in einjähriger Arbeit zusammengetragen. Hier haben Vertreter aus allen Fraktionen, Experten verschiedener Fachrichtungen, Bürger und Verwaltungsmitarbeiter konstruktiv zusammengearbeitet.


  • "Das Grundstück Nienburger Str. gehört der Stadt, an der Markstr.-Süd muss teuer gekauft werden."

    Das Grundstück an der Nienburger Str. gehört den Wirtschaftsbetrieben Neustadt a. Rbge. GmbH, die Verwaltung hat das Gebäude angemietet.

    Das Planungsgrundstück Marktstraße-Süd mit insgesamt 7 Parzellen und über 8.000 m² Fläche gehört der Stadt dagegen fast vollständig, lediglich ca. 600 m² der Grünfläche gehören auch hier der Wirtschaftsbetriebe Neustadt a. Rbge. GmbH.

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