Piktogramme von Menschen mit und ohne Rollstuhl.

Aktionsplan Inklusion

Aktionsplan Inklusion

Neustadt soll inklusiver werden – das ist das Anliegen von Neustadts ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter Irene Siedow. Gemeinsam mit Mitarbeitenden aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft soll ein Aktionsplan Inklusion erarbeitet werden.

Drei Frauen stehen vor einem Baum auf einer Grünfläche und schauen in die Kamera.
Neustadts behindertenbeauftragte Irene Siedow (mitte) stellt gemeinsam mit Annette Plein, Fachbereichsleiterin Bürgerservice (rechts) und Inga Heidemann, Fachdienstleiterin Soziale Arbeit (links) das Vorhaben "Aktionsplan Inklsuion" vor.


Menschen mit Behinderung stoßen noch immer an vielen Stellen auf Barrieren, diese Abzubauen ist das Ziel der Lenkungsgruppe zum „Aktionsplan Inklusion“ unter der Leitung von Neustadts Behindertenbeauftragter Irene Siedow. Mit dem Auftaktworkshop ist das Projekt in die Planungsphase gestartet. Ziel des Workshops war eine Bestandsaufnahme: Wo läuft es aktuell gut in Neustadt, wo treffen Betroffene noch auf Barrieren, die es abzubauen gilt. „Menschen mit Behinderung sind stärker von Diskriminierung betroffen und in ihren Teilhabemöglichkeiten eingeschränkter, als Menschen ohne Behinderungen“, erläutert Siedow. „Hier sind wir als Gesellschaft gefordert, dieses zu verändern und in inklusives Miteinander zu schaffen, um auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so Siedow weiter.

In der Auftaktsitzung am Dienstag, 15.06.2021, hat die Lenkungsgruppe vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich an dem Alter der Betroffenen orientieren. Ziel der nun beginnenden Arbeit ist es für die jeweiligen Altersgruppen neben den allgemeinen Themenfeldern, wie Gesundheit, Wohnsituation, Betreuung/Arbeit auch spezifische Problemfelder und Lösungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Die Arbeitsgruppen wollen nun mit weiteren externen Partnerinnen und Partnern einen ersten Sachstand zum Thema Inklusion erarbeiten und dazu vorhandenen Beratungs- und Hilfsangebote zusammenfassen. Am Ende des Prozesses soll ein Aktionsplan entstehen, der die breite Öffentlichkeit über das Thema informiert, sensibilisiert und für Betroffene und Angehörige konkrete Lösungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigt. 

„Wir haben einen sehr konstruktiven Austausch gehabt und wollen hier als Verwaltung beratend unterstützen und natürlich auch selbst mitarbeiten, um auch die eigenen Angebote inklusiver zu gestalten und vorhandene Barrieren abbauen“, erläutert Annette Plein, Fachdienstleiterin Bürgerservice und Mitglied des Verwaltungsvorstandes.

Die Arbeit zum Aktionsplan Inklusion wird zukünftig hier auch auf der städtischen Internetseite dokumentiert und veröffentlicht.

In Neustadt leben knapp 9.350 Personen mit einer Behinderung, davon sind 5.614 schwerbehindert. Die Altersgruppe der über 65-Jährigen ist dabei überproportional betroffen.

Nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 durch die Bundesrepublik Deutschland wurden auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene begonnen Aktionspläne zum Thema Inklusion zu erarbeiten.


Dokumentation

Ansprechpersonen

Keine Ergebnisse gefunden.
Keine Mitarbeiter gefunden.

Weitere Informationen