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Überblick
2026 stehen mehrere Straßenbauprojekte an
Um- und Ausbau der B 6 OU Neustadt:
Der Fokus der im Auftrag der NLStBV laufenden Arbeiten liegt in 2026 auf der Einrichtung einer Behelfsumfahrung für den B 6-Verkehr für den Ersatzneubau der Bahnbrücke im Zuge der B 6, inklusive des Neubaus der Brücke im Zuge der Nordstraße für die Stadt Neustadt.
Die Bauwerke liegen innerhalb eines ersten Bauabschnittes der geplanten Brückenersatz- und Straßenausbaumaßnahmen. Die dafür in der 9. KW durchgeführten Baumfällungen konnten zwischenzeitlich abgeschlossen und der benötigte Platz für die Erstellung des Ersatzbrückenbauwerks geschaffen werden.
Die Behelfsumfahrung stellt sicher, dass die B 6 sowohl während des Abrisses der DB-Brücken als auch während der Neubauarbeiten weiter befahrbar bleibt. Nur für die Anschlussarbeiten der B 6 an die fertiggestellte Behelfsumfahrung sind kurze Teilsperrungen von einzelnen Fahrstreifen erforderlich. Die Verbindung Nordstraße/Heinrich-Heine-Straße hingegen wird ab Herbst in dem Bereich voll gesperrt werden müssen. Die Vergabe der baulichen Umsetzung der Maßnahme an ein Bauunternehmen steht kurz bevor. „Straßenbauverwaltung und Stadt arbeiten hier eng zusammen, um die verkehrlichen Herausforderungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten“, sagt Britta Lux.
Derzeit laufen noch archäologische Untersuchungen im Bereich des zukünftigen Standorts der Behelfsbrücke. Diese sind auch ursächlich für die vielen, etwa gleich großen Erdhaufen an der B 6.
Die Fertigstellung des Behelfsbauwerks ist für November 2026 geplant. Im Rahmen einer Sperrpause für den Bahnverkehr soll dafür der Überbau der Behelfsumfahrung in der Nacht vom 17. Oktober auf den 18. Oktober 2026, eingehoben werden. Der Verkehr auf der B 6 wird von diesen Arbeiten nicht eingeschränkt.
Nach Inbetriebnahme der Behelfsumfahrung werden die DB-Brücken einschließlich der B 6 und der Nordstraße abgebrochen und rückgebaut. Die Sperrpause für den Bahnverkehr ist hierfür vom Mittwoch, 16. Dezember, bis Samstag, 21. Dezember 2026, festgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird der B 6-Verkehr bereits über die Behelfsumfahrung an der Baustelle vorbeigeleitet, sodass sich auch hier keine verkehrlichen Einschränkungen ergeben.
Anfang 2027 beginnen dann die Arbeiten zur Herstellung der neuen Brückenbauwerke für die B 6 und die Nordstraße. Sobald diese fertiggestellt sind, erfolgt der Anschluss der neuen Brücken an die B 6 in einem Übergang vorerst an die bestehende Fahrbahn und an die Nordstraße über verbreiterte Brückenrampen.
Auch für alle weiteren geplanten Bauarbeiten im Zuge des Um- und Ausbaus der B 6 in der Ortsumfahrung Neustadt gilt: Grundsätzlich bleibt die B 6 in den jeweiligen Bauabschnitten dauerhaft mit mindestens einem Fahrstreifen je Fahrtrichtung befahrbar. Nur punktuell werden kurzzeitige Einschränkungen aufgrund von Vorarbeiten nicht zu vermeiden sein. Umleitungen für die überörtlichen Verkehre sind großräumig über Bundesautobahn- und Bundesstraßen vorgesehen. Die nahräumige Verkehrsführung für die kurzzeitigen Sperrungen der B 6 erfolgen über Landes- und Regionsstraßen - nicht jedoch über die Kernstadt.
Während des Um- und Ausbaus der B 6 muss in den nächsten Jahren mit üblichem Baulärm gerechnet werden. Dieser Baulärm wird, bis auf das Auflegen der Behelfsbrücke sowie den Abbrucharbeiten im Bereich der DB-Brücken, in dem normalen Arbeitszeitkorridor (tagsüber), stattfinden. Über die anstehenden Abbrucharbeiten der DB-Brücken im Dezember 2026 und die in diesem Zusammenhang geplanten Maßnahmen für Anlieger im Nahbereich wird rechtzeitig umfassend informiert.
Parallel zu den Arbeiten an den DB-Brücken läuft der Umbau der Anschlussstellen bei Himmelreich weiter. Hier ist derzeit geplant, dass die Arbeiten vollumfänglich im Sommer 2027 abgeschlossen sein werden, sodass alle Auf- und Abfahrtstreifen wieder in Betrieb genommen werden können. Witterungsbedingte Verzögerungen können nicht ausgeschlossen werden.
Zielsetzung/Hintergrund des Um- und Ausbaus der B 6 in der OU Neustadt:
Die bestehende Ortsumfahrung weist gravierende Mängel auf: Sechs Brückenbauwerke müssen dringend erneuert werden und Fahrstreifen und Anschlussbereiche entsprechen nicht mehr aktuellen Sicherheitsstandards. Ziel ist es, die Verkehrsfunktion der Bundesstraße sowohl für den überregionalen als auch den örtlichen Verkehr dauerhaft zu sichern.
In Vorbereitung auf die Umsetzung des Aus- und Umbaus der B6 wurde ein Begleitkreis zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung eingerichtet: Über vier Jahre hinweg wurde im Rahmen dessen mitunter auch kontrovers, aber stets konstruktiv diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Lokalpolitik, Verwaltung, Verbänden und Bürgerschaft informierten sich regelmäßig über die Hintergründe der Planung, begleiteten den Fortschritt kritisch und brachten wertvolle Anregungen ein. Ihr Engagement zeigt: Gute Infrastrukturplanung lebt vom offenen und kontinuierlichen Dialog.
Weitere Straßenbaumaßnahmen im Stadtgebiet der Neustädter Kernstadt:
Im Stadtgebiet der Kernstadt stehen im Jahr 2026 noch weitere Straßenbauprojekte an, die leider naturgemäß für Verkehrsteilnehmer immer auch zu Behinderungen und Umwegen führen können. Eine Übersicht:
Anfang dieser Woche haben die Kanal- und Straßenausbauarbeiten an der Straße Großer Weg begonnen. Die voraussichtlich zwei Jahre dauernden Arbeiten sind im Norden auf Höhe der dortigen B 6-Unterführung gestartet und ziehen sich von dort aus abschnittsweise bis zur Leinstraße. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der B 6-Unterführung bis in den Einmündungsbereich der Heinrich-Heine-Straße. Für diesen Teilbereich ist eine Bauzeit von gut drei Monaten anvisiert.
Fußgänger können das Baufeld passieren, Fahrradfahrer müssen absteigen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) weiter auf ihrem üblichen Weg zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen können. Der Linienbusverkehr fährt die Haltstellen im Wendehammer auf Höhe der KGS nicht an, es ist stattdessen eine Ersatzhaltestelle zwischen den Einmündungen in die Fontanestraße und Bischof-Ketteler-Platz/Friedrich-Brandt-Straße eingerichtet worden.
Achtung: Da auch die Einmündung Heinrich-Heine-Straße/Großer Weg Teil des ersten Bauabschnitts ist, können auch dort ausschließlich Fußgänger und Radfahrer passieren. Für den motorisierten Verkehr bleibt die Möglichkeit von der Nordstraße/Heinrich-Heine-Straße über die Arndtstraße zur Gerhart-Hauptmann-Straße und von dort aus wieder zum Großen Weg zu fahren. Diese Möglichkeit funktioniert natürlich in beide Fahrtrichtungen.
Voraussichtlich im April sollen dann die Anschlussarbeiten für die neue Brücke über die Gleise an der Siemensstraße beginnen. Für den in diesem Zusammenhang vorgesehenen Bau eines Kreisverkehrs an der Wunstorfer Straße (Bundestraße B 442) muss die zentrale Verkehrsader durch die Kernstadt halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel wird dort den Verkehr regeln. Fußgänger und Radfahrer sollen über umliegende Straßen geführt werden. Für den Bau des Kreisverkehrs ist eine Bauzeit von mehreren Monaten anvisiert.
Gleichzeitig soll auch der Anschluss der Brücke im Kreuzungsbereich Siemensstraße/Hans-Böckler-Straße hergestellt werden. Diese Kreuzung wird für den motorisierten Verkehr gesperrt, Fußgänger können das Baufeld passieren. Auch diese Maßnahme wird mehrere Monate dauern.
Ein genauer Termin für den Start dieser beiden Maßnahmen steht noch nicht fest, die Stadtverwaltung wird dazu eine gesonderte Pressemitteilung veröffentlichen.
Voraussichtlich im Sommer möchte dann die Region Hannover mit der Sanierung der Moorstraße (Kreisstraße K 347) beginnen. Die Straße zwischen Neustadt und Mardorf soll im Vollausbau saniert werden, Teil der Maßnahme ist auch der Bau eines neuen Radweges sowie die Erneuerung einer Brücke. Während der wahrscheinlich zweijährigen Bauzeit wird die Straße voll gesperrt, der motorisierte Verkehr zwischen Mardorf und Neustadt wird in beide Fahrtrichtungen über die B6 und die L 360 durch die Ortschaft Schneeren umgeleitet. Ein genauer Starttermin für dieses Projekt steht ebenfalls noch nicht fest, die Region wird mit dem Baustart eine gesonderte Pressemitteilung veröffentlichen.

