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Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt ist eine interdisziplinäre Vernetzung der Institutionen und Einrichtungen der Stadt Neustadt am Rübenberge, die direkt und indirekt mit Betroffenen von häuslicher Gewalt arbeiten. Er hat sich seit 2002 zu einem wichtigen und kooperativen Netzwerk entwickelt. Zu den Akteur*innen gehören Polizei, Justiz, Frauenberatungsstelle, Jugendhilfe, Kinderschutzbund, Familien- und Erziehungsberatung sowie Schulseelsorge. Die Leitung des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt hat die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neustadt am Rübenberge inne.
Der Runde Tisch trifft sich ca. fünfmal jährlich und arbeitet zu folgenden Aufgabenbereichen:
Bei Fragen und Anregungen können Sie sich jederzeit im Gleichstellungsbüro melden.

Deutsch, Englisch, Türkisch (Türkçe) ,Russisch (русский) , Polnisch (język polski) ,Bosnisch (bosanski), Serbisch (Српски), Kurdisch, Arabisch (العربية), Bulgarisch (български), Rumänisch (română), Kurmandschi (Kurmanci), Somali (soomaali), Dari (دری), Farsi (فارسی)
Der Ortsrat Suttorf beteiligt sich an der Aktion des Runden Tischs gegen häusliche Gewalt und stellt eine Rote Bank an der T-Kreuzung „In Suttorf/An der kleinen Straße“ auf.
Gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Am 11.06.2024 wurde die mittlerweile 13. Rote Bank im Neustädter Land eingeweiht. Die Rote Bank ist nicht nur ein Blickfang, sondern hält auch wichtige Informationen bereit. Sie ist mit einer Plakette ausgestattet, auf der sich ein QR-Code befindet, der direkt auf Seiten führt, bei denen betroffene Frauen Hilfe vor Ort suchen können. „Die Rote Bank soll auf das Thema häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen und das Thema aus der Tabuzone in die Öffentlichkeit holen. Betroffene sollen niedrigschwellig erreicht, informiert und ermutigt werden sich an Beratungs- und Hilfsangebote zu wenden“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Martina Johannes. „Wir freuen uns, dass immer mehr Rote Bänke im Neustädter Land aufgestellt werden und sind schon in Gesprächen für weitere Bänke“, fügt André Tantzscher, Schulsozialarbeiter der Leine-Schule, hinzu.
Häusliche Gewalt betrifft alle Bildungs- und Einkommensschichten gleichermaßen. Sie existiert in allen Altersgruppen, Nationalitäten, Religionen und Kulturen und ist Ausdruck eines andauernden Macht- und Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Täter und Opfer. Sie kann vielfältige Erscheinungsformen haben. Diese reichen von subtilen Formen der Gewaltausübung über Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen, Bedrohung sowie psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen, Freiheitsberaubung bis hin zu Vergewaltigungen oder gar zur versuchten oder vollendeten Tötung. Auch Kinder sind von dieser Gewalt betroffen, wenn sie in ihrer Familie Gewalt als Konfliktlösungsmuster kennen lernen, Gewalt selbst erfahren oder beobachten. Diese Kinder neigen dann oft dazu, später selbst gewalttätig oder Opfer von Partnergewalt zu werden. Schon deshalb muss häusliche Gewalt verhindert beziehungsweise umgehend gestoppt werden.